NextCycle Bonus – Entwicklung über den Elektronik-Lebenszyklus: Design, Obsoleszenz & Verfügbarkeit
(0:02 - 1:54)
Die Idee von dem Vortrag ist mal, einerseits einen Blick auf unsere verschiedenen Unternehmen zu geben, klar, aber auch auf der anderen Seite reinzugehen und zu sagen, wie läuft dieser Prozess ab, wenn Elektronik entwickelt wird, was sind so die verschiedenen Fallstricke, und dann wollen wir mal anhand von einer Case-Study einfach durchgehen, wie wechselwirken wir da auch in unserem Netzwerk, wie könnte man so ein Projekt gemeinsam so exerzieren. Und, gedankwürdig, das Wort in Richtung Zehra, stell dich einfach kurz vor, was hat man zu dir, um zu Peucon zu werden? Ja, gut, hallo an alle, ich bin die Zehra Anlatan, ich bin die Geschäftsführerin der Peucon GmbH, bin aus dem Hause Informatikerin, kurz zu Peucon, uns gibt es seit 1991, und wir sind ein KMU aus Berlin, und unsere Expertise ist rund um Embedded Systeme, das heißt Hardware und Softwareentwicklung, und wir sind spezialisiert auf Telekommunikation, aber auch gewisse Sachen wie Innovationsentwicklung, Produktentwicklung oder Produktweiterentwicklung, das sind so Sachen, die wir machen, und unsere Kunden kommen grundsätzlich zu uns, wenn sie dann tatsächlich auch was haben, was mit anderen Komponenten auch interagieren muss, also Stichpunkt Telekommunikation wird bei uns auch wirklich sehr groß geschrieben, und wir sind in verschiedenen Sektoren unterwegs, wir arbeiten meistens Projektbasiert, haben auch Eigenentwicklung, aber die Sektoren, die ihr jetzt hier sehen könnt, das ist dann industrielle Applikationen, medizinische, Medizintechnik, Automotive, E-Mobility, oder auch Nutzfahrzeuge, sowie Bahn und Transportation, sind so Sachen, die wir bedienen oder bedienen können. Genau, erst mal ein bisschen zu Peucon.
(1:56 - 2:04)
Danke, dann übernehme ich gleich weiter. Dominik Göttler, Consulting GmbH. Vielleicht einen ganz groben Abriss, ich glaube, das leistet mir nicht, aber ich würde euch einen ganz groben Abriss geben.
(2:05 - 2:33)
Wir kümmern uns vor allem um das Thema Obsolescence-Management, also immer, wenn Bauteile abgekündigt werden, das für die Entwicklung relevant ist, und unsere Kunden sind, ähnlich wie bei Zehra im Medizinbereich, aber auch Defence, Aerospace, alles eigentlich Branchen, die sehr lange Lebensdauern haben. Wir helfen dann bei Workflows, Prozessen, Tools, wie man dieses Thema Abkündigung lösen kann. Ganz gern nutzen wir das Beispiel von der Feuerwehr auf der rechten Seite.
(2:33 - 2:51)
Wir helfen dann in verschiedenen Stellen. Erst mal, wo sind die Feuer vielleicht in der Stückliste, die herauszufinden? Schön mit dem Beispiel vom Haus, dann auch die einzelnen Feuer im Haus zu bekämpfen, zu löschen. Wie kann man Last-Time-By tätigen? Was ist auch der Prozess, Last-Time-By zu tätigen? Aber auch dann so in Richtung fünf, die Prävention.
(2:52 - 3:22)
Wie kann man vielleicht auch ein Monitoring von der Stückliste erreichen, dass man frühzeitig, wenn eine Abkündigung kommt, mitkriegt, ich muss hier handeln, ich muss eine Lösung finden, vielleicht eine Alternative, eine Bevorratung, Last-Time-By und noch einfach Handlungszeit zu gewinnen, wenn es eine Abkündigung kommt oder auch ein Risk-Management zu betreiben, zu sagen, ich habe hier ein Not-Recommended-Design-Teil, das bringe ich nicht mehr in ein neues Produkt, da ist mir das Risiko zu hoch. Soviel zu uns. Dann würde ich gleich weitergeben das Wort in Richtung von Fahir.
(3:23 - 3:32)
Fahir, stell dir gern ChipsConnect vor. Vielen Dank dafür. Mein Name ist Fahir Veladzic, ich bin der Gründer und CEO von der Firma ChipsConnect.
(3:32 - 4:45)
Seit über 20 Jahren im Bereich Supply-Chain-Management, Einkauf, die Hälfte davon in der Elektronikindustrie mit den jeweiligen Problemen und Herausforderungen hat mich dann dazu geführt, im Jahr 2024 die ChipsConnect zu gründen, um da einfach aus der Erfahrung heraus die Probleme in Materialhandling, Materialüberhang, Informationsaustausch usw. hervorgekommen sind, da gewisse Tools und digitale Möglichkeiten in der Kommunikation, Materialaustausch den Unternehmen verbieten, um da das Thema Reduce, Reuse und Recycle in Forderung zu stellen. Reduce, ganz einfach durch den Austausch von Lagerbeständen, Überhanglisten usw.
kann die Überproduktion verhindert werden, die Materialverschwendung, der Materialschrott verhindert werden. Das Thema Reduce, also anstatt Bauteile, die man selber am Lager irgendwo hat, zu verschrotten, hat man über ChipsConnect die Möglichkeit, diese direkt mit anderen OEM- und EMS-Unternehmen aufzutauschen, zu handeln. Last but not least das Thema Recycle.
(4:45 - 5:49)
Wir sind die erste Plattform, auf der nicht nur einzelne Komponenten, sondern auch komplette PCBs repariert, die durch Fachunternehmen repariert werden können, inklusive einer Konformitätserklärung, und so dadurch die Wiederverwendung der einzelnen Komponenten sicher weiterverwendet werden kann, bzw. auch das Thema Recycling und Weiterverkauf getriggert werden kann. Wir ChipsConnect haben uns zum Vorsatz gesetzt, eine zentrale Online-Plattform zu sein, wo exklusiv OEM- und EMS-Unternehmen Bauteile anbieten, suchen, beschaffen und austauschen können, sowohl Bauteile als auch Services und weitere Informationen, was das Thema angeht.
Vielen Dank. Vielen Dank, die Frage. Dann würden wir gleich weiterkommen zu unserer Case Study, wo wir mal diese Kollaboration im Netzwerk einfach darstellen wollen.
(5:49 - 5:58)
Ich freue mich gleich schon auf die Richtung von Sarah. Ich fange gleich mal an mit dieser Request vom Engineering, was wir hier sehen, links oben. Ich gebe dir gleich die Slide.
(5:59 - 6:30)
Dankeschön. Vor einiger Zeit haben wir eine Request reingekriegt von einem Kunden, per E-Mail ganz stumpf, und da stand, wie ihr sehen könnt, kurz so umgefasst drin, könnt ihr eine Baugruppe für die Bahn nachbauen oder reingenieren? Da haben wir gesagt, ja, kriegen wir hin. Der Kunde hat daraufhin, ja, vielen lieben Dank, hier die ganzen Unterlagen, Dokumente und Foto.
(6:32 - 6:45)
Das haben wir. Die Baugruppe ist von 1990. Wir brauchen so 100, 200 Stück, mal sehen, würde Preis machen.
(6:46 - 7:13)
Dann saßen wir und dachten uns, okay, gut, haben wir gesichtet gemacht und relativ schnell herausgefunden, obwohl es schon absehbar war, Baugruppe von 1990, ist nicht sehr viel Intelligentes da dran. Da sind so ein paar Teile, die kriegt man nicht mehr so richtig auf dem Markt oder es gibt andere Probleme. Vielleicht kann man sie besser machen oder kosteneffizienter.
(7:13 - 7:35)
Es kam einiges zusammen, aber vor allem war das größere Problem die Obsoleszenz von einigen der Komponenten, die da waren. Da wussten wir auch nicht, was wir machen sollen. Der Kontext war, wie gesagt, Legacy in der 80er und 90er.
(7:36 - 7:55)
Hier rechts könnt ihr die Baugruppe auch sehen, beziehungsweise einen Teil davon. Es ist ein aktiver Kunde, deswegen kann man nur bedingt viel zeigen. Die Challenges waren natürlich die Kosten und der Aufwand und das, was der Kunde bereit ist zu bezahlen.
(7:55 - 8:17)
Viele kennen das natürlich hier. Dann haben wir noch mal das zusätzliche Problem, dass einige der Komponenten nicht mehr beschaffbar sind oder über andere Wege zu beschaffen wären. Und natürlich die größte Priorität, wir bewegen uns im Transportations- beziehungsweise im Bahnsektor, ist natürlich aber auch, die Zertifizierung muss erhalten bleiben.
(8:17 - 8:42)
Das heißt, ich kann jetzt nicht irgendeine Baugruppe bestücken lassen, nachher oder nachbauen oder wie auch immer, und sie dann den Kunden hinlegen und sagen, ja, hier bitte deine Steckkarte. Die muss dann entweder PIN-kompatibel sein oder ich muss irgendwo herzusehen, dass ich diese Baugruppe so zertifizierungsgetreu wie möglich nachbaue. Da haben wir uns natürlich ein paar Sachen überlegt und den Kunden dann natürlich auch vorgeschlagen.
(8:44 - 9:15)
Einiges war, dass man ein selektives Redesign macht, statt einer 1-zu-1-Kopie, dadurch, dass einige Sachen gar nicht mehr beschaffbar sind oder ein sehr großer Aufwand dahinter ist, kann man natürlich schauen, dass man einen ganz großen Anteil davon nachingeniert und dementsprechend dann auch macht. Dass man sich anguckt, okay, es sind auch relativ viele THT-Teile, dass man vielleicht mehr SMD benutzt und dadurch schaut, dass man funktionsgleich noch bleibt. Man muss ja nicht immer PIN-kompatibel oder das gleiche Bauteil haben.
(9:15 - 9:41)
Das reicht manchmal ja auch natürlich, dass man sagt, okay, die Funktion ist erhalten geblieben. Die funktionale Äquivalenz muss gegeben sein. Das darf jetzt nichts Intelligentes oder Sensorik oder irgendwas, was jetzt noch irgendwie zur Auswertung da gewesen wäre, machbar wäre, jetzt nicht heranpacken und so gut wie möglich an der Zertifizierung zu bleiben.
(9:41 - 10:28)
Denn das gängige Problem bei solchen Baugruppen beziehungsweise bei solchen Umgebungen ist ja, dass genau so eine Anfrage nur kommt, weil die Rezertifizierung eines gesamten Wagens oder eines Medizinproduktes, wenn wir jetzt mal auch auf andere Branchen gucken, weitaus kostenintensiver sind als das Reverse-Ingenieren und Nachbauen der gesagten Baugruppe. Deswegen entscheiden sich sehr viele, aber auch dafür zu sagen, okay, wir brauchen einen Nachbau. Genau, wie ihr rechts auch sehen könnt, haben wir jetzt als Beispiel auch diesen Transistor genommen, anhand dessen wir jetzt so mal diese Obsoleszenz, Redesign und Testingstruktur, die ihr ja davor gesehen habt, das Prozedere auch gleich durchgehen.
(10:28 - 10:41)
Ich gebe jetzt mal wieder an den lieben Dominik. Genau, richtig. Wir waren schon beim Transistor, jetzt ist so dieser zweite Step, Obsoleszenz und Alternative-Check.
(10:41 - 11:48)
Was ist so die Idee? Ich habe hier mal einen Ausschnitt reingepackt aus dem Tool Z2Data und habe hier mal dieses BD649, das ist ein Bauteil von Burns, eingegeben, was in dieser Stückliste zum Beispiel drin war. Hier sieht man halt zum Beispiel in dem Bild, dass das Originalteil obsolet ist. Jetzt geht so ein bisschen die Frage heraus, gibt es vielleicht eine Alternative, die interessant sein könnte? Wie ist aber auch so diese Lifecycle-Perspektive der Alternative? Hier ist jetzt zum Beispiel mal eingefasst, die mögliche Alternative von New Jersey Semiconductor und auch hier Perspektive ca.
4 Jahre. Auf der zweiten Slide ist dann mal die Idee, auch hier mittels Z2Data, einem Tool-Anbieter aufgerufen, die beiden Datenblätter, die man dann vergleichen kann. Wie sind vielleicht die technischen Eigenschaften? Wo unterscheiden sich die beiden Teile? Aber auch zu checken, ist es wirklich eine 3F-Alternative, sodass ich jetzt hier auch kein großes Thema habe, sind Sachen Requelle oder nicht? Und natürlich auch die Frage, gibt es vielleicht von diesem Burns-Teil noch verbleibenden Lagerbestand? Ich habe hier einen kleinen Ausschnitt unten links reingepackt von Octopart.
(11:48 - 12:07)
Vielleicht gibt es noch am freien Markt einfach Verfügbarkeiten, auch wenn es alte Teile sind. Das leitet eigentlich schon ganz gut zu diesem Availability, also Verfügbarkeitsthema über mit ChipsConnect, die hier ein Portal abbilden, wo man genau solche Komponenten vielleicht noch finden kann. Und da leite ich ganz zu dir über, Fahim.
(12:08 - 12:23)
Ja, vielen Dank, Dominik. Da gibt es natürlich die Möglichkeit, so wie du gerade erklärt hast, natürlich am freien Markt die Bauteile zu suchen. Das hat natürlich den traditionellen Komponentenmarkt.
(12:24 - 12:49)
Aber ChipsConnect bietet die Möglichkeit, dass man wirklich mit anderen OEM- und EMS-Unternehmen in Kontakt gerät, um die Bauteile direkt ohne Zwischenhändler, Broker oder wer dazwischen normalerweise steht, abzuhandeln. Da ist die Vorgehensweise relativ einfach. Man hat die Möglichkeit, zur Sicherheit erzähle ich die Möglichkeit, diesen Bauteil entweder über die dynamische Bauteilsuche.
(12:49 - 13:17)
Die dynamische Bauteilsuche zeigt sofort, in welchem Prozentbereich oder farblich auch hervorgehoben, wie die vorhandenen Bauteile mit dem gesuchten Bauteil übereinstimmen. Gleichzeitig sieht auch Sechra, inwieweit es sich um neue Bauteile handelt, beziehungsweise um reparierte Komponenten mit einer Konformitätserklärung, also nachbearbeitete Bauteile. Gleichzeitig ist auch hier zu sehen, dass die Marktverfügbarkeit angegeben ist.
(13:18 - 14:16)
Also welcher Hersteller, welche Menge ist verfügbar und in weiterer Folge auch welches verifizierte Mitglied bietet diesen Lagerbestand an. Dadurch hat Sechra die Möglichkeit, einerseits entweder aus der traditionellen Supply Chain, die Bauteile zu beschaffen oder von anderen OEM im Zuge eines One-Stop-Exchange-Workflows, die entweder neue oder reparierte Bauteile zu beschaffen. Damit kann dann der nächste Schritt auch eingeleitet werden, was dann natürlich das Thema Quoting angeht, wie dann je nachdem, wenn der Kunde einen Auftrag erteilt, im Bereich Procurement, Testing und Quality gewisse Themen abdecken kann.
(14:17 - 14:34)
Genau, klar. Im Idealfall ist Sechra zwischen den Angeboten. Der Kunde nimmt an und dann geht es in diesen Beschaffungszeiten, wo wir jetzt die aktiven Bauteile, vielleicht auch die alternativen, aber auch ältere Bauteile, die wir vielleicht noch gerade auf ChipsConnect oder woanders gefunden haben.
(14:34 - 14:54)
Jetzt kommt dieser nächste Schritt und zwar wieder in Richtung Fahr. Hier gibt es nämlich auch noch die folgende Option, gerade auch, wenn man diesen Peer-to-Peer-Einkauf benutzt. Da geht es wirklich um das Thema, dass man sagt, man kennt sich untereinander, es ist der ganze Prozess, wer der Anbieter ist, wer der Käufer ist, ist dabei vollständig transparent.
(14:55 - 16:07)
Nichtsdestotrotz möchte man das Ganze vermeiden, dass zu lange gelagerte Bauteile niedrig funktionsfähig sind, die verbogene Beinchen haben und all die Möglichkeiten, die da durch lange Lagerungen entstehen können. Dadurch hat man die Möglichkeit, auf ChipsConnect herzugehen und zu sagen, ich als Käufer möchte die Bauteile, bevor sie zu mir geschickt werden, durch ein unabhängiges Prüflabor getestet haben. Hierzu hat man die Möglichkeit, auf verschiedene Standardpakete oder Testumfänge zurückzugreifen bzw.
auch die Bauteile nach unterschiedlichen anderen Gesichtspunkten durch ein unabhängiges Prüflabor testen zu lassen. Dabei ist der gesamte Prozess komplett digital, inkludiert den Käufer, den Verkäufer und das unabhängige Prüflabor. Dadurch wird gewährleistet, dass es zwischen Käufer und Verkäufer ein hohes Vertrauen gibt, die Reputation von Verkäufern durch dieses Testen und durch die Sicherheit durch ein unabhängiges Prüflabor gewährleistet wird.
(16:07 - 16:47)
Dadurch entstehen weniger Defekte, weniger Rücklieferungen, Lineslops, Fake-Bauteile usw. Und für den Käufer natürlich, dass sämtliche Informationen über das Bauteil, über die Testumfänge, das Prüfzertifikat, Paketverfolgungsnummern, alles komplett dokumentiert ist und jederzeit wiederverwendet werden kann, ob das jetzt für Audis oder irgendwelche Compliance-Anforderungen ist. Und auf der anderen Seite natürlich, dass Prüflabore, freigegebene Materialbestände ein klares Plus für Käufer und Verkäufer sind.
(16:49 - 17:24)
Die Qualitätslabore spielen eine große Rolle, um die höchsten Qualitätsstandards zu etablieren bzw. auch das Vertrauen innerhalb dieser Plattform zu heben. Danke dir.
Dann ist eigentlich so dieses Step, auch vielleicht von Peucon, aber auch in Zusammenarbeit mit Ihren Partnern, diesen Prototyp, vielleicht auch dieses Board herzustellen. Und dann, wenn so diese Herstellung erfolgt ist, dann ist eigentlich so dieser Final-Approval-Test, so diese finale Testung. Und da würde ich dann auch mal in Richtung von Sarah gucken.
(17:25 - 17:35)
Und vielleicht sagt ihr nochmal ein paar Sätze. Ja, genau. Also das ist etwas, was wir in Haus anbieten für unsere Kunden, aber auch, was wir selber machen tatsächlich.
(17:37 - 17:49)
Eines unserer Testsysteme ist sogar mit einem Siegel ausgezeichnet worden, das innovativ ist, also yay, good for us. Und zwar die Idee ist relativ simpel hier. Es gibt gewisse Baugruppen.
(17:50 - 18:02)
Entweder muss man sie immer wieder reproduzieren, also immer wieder produzieren, reproduzieren. Oder man hat eine gewisse Stückzahl, die man erfüllen muss. Oder die Baugruppe ist besonders kompliziert.
(18:02 - 18:33)
Oder man muss ein ASIC entwickeln und dann braucht man, möchte nicht irgendwie eine Software simulieren, sondern braucht eine Hardware. Also es kann wirklich alles Mögliche sein. Und eines der Testmethoden ist dann quasi, ein Testgerät oder ein Test-PCB mitzuliefern und diese dann so nah an der Spezifikation wie möglich nachzubauen oder an der Funktionalität so möglich nachzubauen, damit man halt das Device an der Test, damit man das natürlich dann auch testen kann.
(18:33 - 19:15)
Damit man das aber auch so testen kann, dass diese Gerätschaften jedes Mal auch wirklich die, anhand derselben Werte validiert werden, dass das automatisiert passiert. Mal möchte der Kunde, dass es automatisiert ist, also man steckt alles an, wird einmal durchgeprüft, man kriegt einen Bericht nachher ausgedruckt. Oder man möchte, dass das komplett, voll integriert ist in irgendeine Produktionsstraße oder wir hatten auch schon mal, das ist jetzt hier auf dem Bild gewesen, das war von der FPGA-basierten Testplattform, also die Möglichkeiten sind groß.
(19:16 - 20:07)
In so einem Falle, bei dem Projekt sind wir noch nicht an diesem genauen Schritt, aber da würde natürlich auch ein Funktions-PCB, also ein Tester mitgeliefert werden, wo der Kunde dann natürlich auch seine gelieferten Baugruppen dann dementsprechend auch mal testen kann und sie dann dementsprechend in seine Umgebung integrieren kann, ohne dass er befürchten muss, dass da jetzt ein Kurzschluss passiert oder sonst was. Wir bauen immer noch, hier ist das ein Redesign, man muss sich das auch vorführen, was seit 37 Jahren besteht. Da muss man natürlich auch mit gewissen Sicherheitsmaßnahmen auch daran gehen, vor allem, weil bei solchen Sachen geht es halt auch um Leib und Leben.
(20:08 - 20:27)
Alles, was Fortbewegungsmittel ist oder was an den Körper kommt, muss natürlich speziell getestet werden. Und das ist dann so ein Low-Cost-Testadapter beziehungsweise Test-PCB, was wir dann auch unseren Kunden dann dementsprechend anbieten. Genau, dann würde ich weitergeben, weil das geht ja noch ein bisschen weiter, das muss ja noch geliefert werden.
(20:30 - 20:53)
Und nach der Lieferung ist wie vor der Lieferung, man muss ja auch schauen, dass die ganzen Baugruppen dann dementsprechend auch up-to-date sind oder so gut wie geht in dem Falle. Das heißt, ich würde dann ins Monitoring übergeben, dann gehen wir wieder bei Dominik, dann klopfen wir beispielsweise bei Dominik wieder an der Tür. Genau, richtig.
(20:53 - 21:20)
Also vielleicht auch das so eine Idee vielleicht noch, das macht doch generell Sinn, gerade wenn so Entwicklungsprojekte sich in größeren Zeitraum ziehen, auch da schon diese Entwicklerstücklisten auch zu überwachen, weil auch in der Phase kann passieren, dass ein Bauteil abgekündigt wird. Und wenn das gerade die Phase ist, kurz vor die finalen Tests, und dann will vielleicht danach nochmal nachproduzieren, ist das halt sehr ärgerlich. Also das hilft auch nicht nur bei dem ersten Entwicklungsschutz, sondern über die ganze Entwicklungsphase immer zu monitoren.
(21:20 - 21:38)
Was ist aber dann, wenn man jetzt produziert hat, man sagt vielleicht, das waren jetzt die ersten fünf, ich will dann nochmal zehn haben, und wenn mir dann auffällt, oh, ich habe wieder abgekündigte Bauteile, wäre schlecht, und ich weiß nichts davon. Daher auch schon an dem Punkt dann starten, die Stückliste zu überwachen. Ich habe hier mal einen Screenshot reingepackt aus der Zwei-Data-Eintur.
(21:38 - 22:39)
Hier ist zum Beispiel eine komplette Stückliste hinterlegt, man sieht hier oben den Lifecycle-Status, hier 126 Teile active, 1 LTB, also hier ist irgendeine Art von Handlung erforderlich, vielleicht gibt es eine Alternative, vielleicht muss ich mich bevorraten, und hier wird auch so Risiko aufgezeigt. Aber es ist auch relevant, wirklich zu sagen, ich weiß das einfach aus dem Grund, wir hatten gerade angesprochen, es ist ein sehr altes Produkt, wenn ich jetzt auch auf dem Peer-to-Peer-Markt, wie wir es mit Fai hatten, mich dann nach wirklich alten abgekündigten Komponenten ausschaue, dann ist auch wichtig, dass ich einen Blick habe, wie fließen die Komponenten ab, wie viele Stück kann ich noch bauen. Das haben wir auch angesprochen, für viele macht es auch nicht wirklich Sinn, zu sagen, sie machen ja auch so Lessons-Management selber, weil sie vielleicht sagen, ich mache sonst eher Consumer, und habe nur ein Produkt im Medizintechnik-Bereich, da macht es vielleicht nicht so viel Sinn, dafür eine eigene Abteilung, eigene Workflows aufzubauen, dann kriegen auch wir als Consulting-Unternehmen einfach eine Stückliste zur Überwachung, und machen das dann gerade beispielsweise für die Unternehmen.
(22:40 - 23:12)
Wie ich es gerade angesprochen habe, ist es wichtig, die Last-Time-Bytes zu überwachen, gerade bei den obsoleten Komponenten, weil man sonst wieder in ein neues Redesign rutscht, und generell kann man auch immer sich dann die Frage stellen, ob man auch jetzt für diesen OEM das Obsolescence-Management aufbaut, dass er auch dieses Produkt so, wenn es dann später vielleicht auch nicht mehr in einem Prototyping-Status ist, sondern in der Serie, dass er das langfristig produzieren kann. Dann wären wir eigentlich auch schon am Ende in unserem kurzen Vortrag angekommen, und würde uns zu den anderen Fragen jetzt stellen.
