NextCycle #008 – Von Daten zur Entscheidung: Oliver Hoffmann über Z2Data, AMSYS & KI
(0:00 - 0:29)
Ja, Oli, freut mich, dass du in meinem Podcast Next Cycle, dem Obsolescence-Podcast, mit dabei bist. Und vielleicht lasst uns mal so starten. Sag ein paar Sätze zu dir.
Was hat man von dir wissen? Von mir wissen werden wir, glaube ich, in den nächsten halben Stündchen so mitkriegen. Ich beschäftige mich seit fast zwölf Jahren mit Obsolescence-Management, mit datengetriebenen Entscheidungen. Ich habe auch bei ein oder zwei Firmen in diesem Bereich gearbeitet, auch auf entscheidender Rolle, auch im Vertrieb.
(0:30 - 0:48)
Und welche Geschichten, auch immer ich gleich aus dem Nähkästchen erzähle. Das Nähkästchen habe ich aufgebaut mit etwas über tausend Firmen, mit denen ich die Gelegenheit hatte, diese ganzen Themen zu diskutieren und jede Menge zu lernen. Und mal schauen, ob da was Sinnvolles beigewiesen ist, was man in einem Podcast zum Besten geben kann.
(0:49 - 1:10)
Du schon mal hier die Messlatte hochsetzen. Ja, dann lass uns doch gleich mal rein starten, gleich am Anfang. Wie hat alles so begonnen? Wie bist du reingekommen in das ganze Thema Daten, Datenbankanbieter? Wie ging es los? Es war einmal vor langer, langer Zeit, da war ich so vom Sternzeichen Berater, Geschmacksrichtung Diplom-Informatiker.
(1:10 - 1:26)
Aber ich habe irgendwie Gefallen gefunden an Sales. Und die erste Firma, die mich gerne anstellen wollte, war Silicon Expert in einer ernstzunehmenden Sales-Rolle. Wir haben echt viel gesprochen über jemand, der einen beraterischen Hintergrund hat.
(1:27 - 2:06)
Kann man so jemanden brauchen für eine Firma, die noch niemanden auf dem europäischen Festland eingestellt hat? Wir wollen eigentlich viel wachsen, aber was braucht man denn da eigentlich? Und die Kulturbotschaft da drin ist gewesen. Man braucht jemanden mit Neugierde, jemand, der gerne erklärt und der gerne Rätsel löst, der Probleme löst, der sich da reindenkt und der gerne mit den Kunden gemeinsam irgendwelche Systeme baut. Und da habe ich, glaube ich, die richtige Art von Spieltrieb gehabt und war, wenngleich der erste Kollege auf dem europäischen Festland, glaube ich, an der richtigen Adresse mit damals Silicon Expert.
(2:07 - 2:29)
Das ging von Anfang an los mit, ich kam aus der Mechanik- und Produktdatenverwaltungsindustrie, wenn man das so möchte. Diese Komplexität mit Elektronik, dass die ganze Supply Chain so gut wie immer durch Distribution durchläuft, da hatte ich vorher nichts mit zu tun. Das heißt, ich habe das alles im Prinzip so gelernt wie jeder andere, der in die Industrie reingeht.
(2:30 - 2:34)
Herzlichen Glückwunsch. Die Jungfrau kommt zum Kinder. Du hast hohe Erwartungen an dich.
(2:35 - 2:59)
Der Rest der Welt hat hohe Erwartungen an dich und die möglichen Kunden insbesondere auch. Was macht man denn bloß? Und es hat sich herausgestellt, dass wenn man datengetriebene Entscheidungen in eine quasi etablierte Industrie reinbringen möchte, ist das tatsächlich was Neues. Viele sind mit offenen Augen und Ohren dahingelaufen und wir konnten da gemeinsam dran arbeiten und haben gemeinsam gelernt.
(2:59 - 3:29)
Und so hat sich die Industrie von Komponentendatenbanken rund um datengetriebene Entscheidungen überhaupt erst aufgebaut. Aber ich würde sagen, eine gesunde Menge an Spieltrieb ist die notwendige Zutat gewesen, ohne die das alles damals vor zwölf Jahren gar nicht wirklich hätte losgehen können. Das klingt für mich so, als wärst du da mit Silicon Export gerade im europäischen Markt einer dieser Early Adopters gewesen, der damit angefangen hat.
(3:29 - 3:39)
Und war vielleicht auch gar nicht so einfach. Vielleicht gab es noch einen Konkurrenten, das weiß ich gar nicht so genau. Aber ihr habt das auf jeden Fall auf eine neue Art und Weise, denke ich, gemacht.
(3:40 - 4:27)
Der Markt war bis dato vergleichsweise klein und so hatte IHS als einzige Komponentendatenbank bis und vor 2013 Leute in Europa, die den Kunden das nahegebracht haben. Und ganz ehrlich, datengetriebene Entscheidungen, das ist eine erklärungsbedürftige Geschichte. Das ist jetzt nicht wie das Datenblatt zu einer Komponente.
Das liest du und dann weißt du, was das Ding macht. Für Lösungen und für Software, das muss man anwenden und in seine Firmenprozesse integrieren und etwas Sinnvolles damit tun, aber nicht einfach nur haben. Und das erfordert einfach, so sind wir glaube ich in Europa gebaut, dass man mit Menschen sprechen kann, dass man die anrufen kann.
(4:27 - 4:43)
Früher haben wir sogar ganz, ganz viele Kundenbesuche gemacht, im Gegensatz zu diesen ganzen Teams-Meetings heute. Krasser Kontrast. Es ist einfach notwendig gewesen, dass man jemanden hatte, der in Culture, in Language, in Timezone das Ganze rüberbringen konnte.
(4:45 - 5:37)
Mit Spieltrieb formuliert würde ich sagen, man brauchte einen Erklärbär, der einem das näher bringt. Klar, amerikanische Firma auf der einen Seite, aber natürlich nicht so vertraut, vielleicht auch mit der europäischen Weise zu arbeiten. Genau und es ist im Prinzip etwas Neues.
Es gab viele Early Adapter, die ich da gesehen habe, weil Data-Driven Decision-Making war noch echt neu. Da hatten viele Angst vor, wie investiere ich da drin, was bringt das denn eigentlich, was muss ich denn tun, wenn ich darauf Zugriff habe. Solche Fragen muss man dann klären und je nachdem, wie der Risiko-Appetit oder Investitions-Appetit von einer Firma ist, hat man da auch selbst, um sich auf so etwas einzulassen, bei der jeweiligen Firma als Budget-Verantwortlicher manchmal ein leichteres und manchmal ein schwereres Spiel.
(5:37 - 5:55)
Aber das ist immer noch so. Wichtig ist aber, dass mit der Ansprechpartner vor Ort, der Erklärbär des Vertrauens, gegebenenfalls nicht nur den Erklärbär für die eine Datenbank IHS, die es immer gab, sondern für den damaligen Challenger Silicon Expert oder den jetzigen Challenger Z2. Es gibt Menschen, die kann man ansprechen, die sind da.
(5:56 - 6:10)
Du leitest gerade sehr, sehr gut über. Du hast schon fast meine nächste Frage gesehen, gedanklich. Ich wollte dich jetzt fragen, was ist jetzt so der Unterschied, wo du sagen würdest, jetzt der Switch von Silicon Expert, wo du ganz lang warst, dann hin zu Z2 Data.
(6:10 - 6:34)
Was ist da so dieser Unterschied zwischen diesen beiden Welten? Ich glaube, jede Datenbank als Firma hat ihre Eigenheiten. Wenn man sich die Herkunft anguckt, vorwiegend das Äquivalent zu unserem rosa Riesen, hat Acuris oder damals IHS, die sind anorganisch gewachsen. Bei Z2 ist jetzt der gute alte Spirit mit von wegen, wir helfen unseren Early Adapters.
(6:34 - 6:51)
Wir sind das selbst. Dieses junge und frische und antwortfreudige, das von selbst geschaut wird, ob es irgendwelche Komponenten gibt, wo es möglicherweise noch Luft nach oben gibt, wo irgendetwas unvollständig ist. Das machen wir so, ohne dazu aufgefordert zu werden.
(6:52 - 7:39)
Plus, man hat gar nicht von Anfang an, gleich ab 2015 gedacht, wir möchten jetzt ein neues Silicon Expert bauen, sondern es ging eher, dass man nicht Datenblätter, sondern Geschäftsberichte analysiert hat. Steuerdokumentation, Pressemeldungen, um das Netzwerk und die finanzielle Gesundheit hinter einzelnen Firmen zu erfassen, um dann, wenn durch Merger und Acquisition richtig viel Geld ausgegeben wird, dann möchte man denjenigen Firmen, die das ganze Geld ausgeben wollen, richtig gute Informationen über das zu kaufende Objekt geben. Das wollte Z2 eigentlich machen.
Das haben die auch gemacht. Aber die Kunden kamen aus dem Netzwerk der Gründer. Also die Gründer von Silicon Expert sind ja gleich die Gründer von Z2 Data.
(7:39 - 8:58)
Und die sind dann eben gefragt worden, das ist super, dass wir jetzt die ganzen Firmen so datengetrieben durchleuchten können und die ganzen Parameter und Ratios kennen als Klasse. Was heißt das jetzt für meine Stücklisten? Was heißt das jetzt für meine Parts? Das bedeutet im Prinzip, durch diese Frage haben die Kunden für diese Finanzdatenservices gefragt, könnt ihr nicht nochmal sowas wie Silicon Expert bauen? Dann haben sich die Gründer natürlich gefragt, wir waren so stolz auf die Idee, dass wir das für den Finanzmarkt machen. Ist das euer Ernst? Dann haben die Kunden gemeint, ja, mach es einfach, vielleicht ein bisschen schneller, ein bisschen agiler.
Mach einfach das gute Zeugs nochmal und das, was nicht so gut geklappt hat, gar nicht. Und ein so aufgeräumtes Produkt hätten wir ganz gerne. Und so kam es überhaupt dazu, dass Z2 wieder zu Komponenten-Datenbank eingestiegen ist und hat in der Natur der Dinge, dass man zum Beispiel über diese Geschäftsbeziehungen und Relationships so viel Netzwerkwissen hatte, welche Firma arbeitet mit welcher zusammen, über welche Standorte, haben wir auch schon vor, wir, damals war ich ja noch Silicon Expert, aber damals hat Z2 sich auch schon entschieden, wir brauchen ein riesengroßes Standortnetzwerk und wir müssen so etwas wie Country of Origin, Frontend und Backend zu den ganzen Komponenten kennen.
(8:58 - 9:23)
Und wenn man sowas schon vor der Pandemie absichtlich gemacht hat als Businessmodell, kann man sich vorstellen, dass wir mittlerweile eine ganz ausgewachsene Datenbank haben. Heute auf der anderen Seite die Agilität mit Kundenfragen zu bekommen, das an das Produktmanagement zu geben und eine Implementierung davon zu sehen innerhalb von zwei Wochen. Diese Speed einfach.
(9:24 - 9:48)
Ja, ich bin, habe ich glaube ich gesagt, ursprünglich Geschmacksrichtung Diplom-Informatiker, Softwareentwickler, Software-Engineer, da kennt man das eigentlich. Oder auch wenn man sich sonst die Dokumentationen anliest, wie funktioniert eigentlich das Start-up-Wesen in Amerika im Silicon Valley. Da ist das normal für eine junge Firma, die risikokapitalgesponsort ist, dass man spätestens alle sechs Wochen eine komplette Produkt-Iteration macht.
(9:48 - 9:59)
Also Produkt, nicht ein kleines Feature organisch hinzufügen oder ein Bug zu fixen. Sondern ein komplettes Produkt überarbeiten. Das ist die Runrate, die ich als Informatiker auch erwarte von einer Softwarefirma, die ich vertrete.
(10:00 - 10:16)
Es gibt sogar Kunden, die bezahlen dafür. Und dann ist man dabei, dank kurzer Dienstwege, vielleicht ist das einer der wesentlichen Unterschiede, gerne bereit zu sagen, das ist eine gute Idee. Zwei Tage implementieren, zwei Tage testen, schaffen wir in zwei Wochen, los geht's.
(10:17 - 10:35)
Ich merke schon, da spürst du ganz viel Freude. Und auf David eine Frage, die ich gehabt hätte in deine Richtung, das hat dich persönlich daran fasziniert, aber ich glaube, es ist wahrscheinlich das. Diese Agilität wieder, dieser Start-up-Vibe, Dinge auch schnell umzusetzen und wieder den Mehrwert schnell vorantreiben zu können.
(10:37 - 11:01)
Ich glaube, Z2 ist kompatibler zu meinem Verständnis von Common Sense, würde ich lieber sagen, als gesunder Menschenverstand. Das ist dann auch so ein Unterschied, wo du gleich sagst, ganz konkret, wo ihr euch jetzt von anderen Datenbankerbietern unterscheidet. Ja, also nicht die New Kids on the Block, sondern tatsächlich eine Softwarefirma, die sich selbst wie eine Softwarefirma führt.
(11:01 - 11:18)
Ich habe allerdings erst vor kurzem erfahren, dass unsere Datentechnologie zum Beispiel im Hintergrund, da ist gar kein SQL mehr drin, das ist alles Elastic. Das heißt, jetzt bin ich schon wieder zu old school. Ich muss ein paar neue Tricks lernen, aber darüber freue ich mich.
(11:18 - 11:36)
Das ist nicht mal eine Herausforderung, sondern ich habe das Wort Spieltrieb schon ein-, zweimal benutzt. Auf meiner Wunschliste, meinen Spieltrieb auszulösen oder umzusetzen, wird jetzt auch bald sein, lerne Elastic, was auch immer das Ding genau ist. Was bringt das mit sich für Vorteile, Nachteile? Das möchte ich ganz gerne lernen.
(11:36 - 11:54)
Ich weiß also auch noch nicht alles, aber das ist ja auch der Teil, der Spaß macht. Es gibt Teile oder Funktionen, Angebote, die Z2 umsetzt, von der ich nicht weiß, dass sie irgendeine andere Komponenten-Datenband macht. Vielleicht da auch gleich nochmals eine Rückfrage, was so ein Z2-Data kann.
(11:55 - 12:17)
Geht es mehr in die Richtung nur riesigen Zollkernen oder werden auch die mit der Software aktiv gemanagt? Oder ist es vielleicht ein Thema, was eher vielleicht Amses in Zukunft übernehmen wird in dem ganzen Ökosystem? Auf den Segway zu Amses kann ich gleich aufspringen. Das ist eine gute Idee. Risikomanagement, also im Sinne von Data-Driven Decision-Making gibt es dort zwei Aspekte.
(12:17 - 12:33)
Das eine ist, du musst das Ereignis mitgeteilt bekommen. Und dann musst du eine Möglichkeit haben, die Lösungen zu diesem Problem auch zu finden. Bei Z2 kam ich an und die Funktion war schon da.
(12:36 - 12:56)
Das hat sich angefühlt wie zu Hause. Ich habe mein Wunschkonzert in die Welt hinaus trompetet mit, wenn du mir schon das Problem nennst, dann gib mir doch auch mindestens das Werkzeug, um die Lösung zu finden. Und wenn es so etwas Einfaches ist wie eine Liste von alternativen Parts nach Herstellungsland zu filtern, das hat sich nicht weit hergeholt.
(12:57 - 13:08)
Aber klar, das ist ein Aspekt, einfach berücksichtigen zu können bei den Alternativen. Ich sage, ich nehme schon mal zwei und vier raus, weil die kommen ja aus China zum Beispiel. Überhaupt die Fähigkeit zu filtern ist notwendig, sonst kriegst du die Lösung nicht.
(13:08 - 13:21)
Sonst weißt du nur, du hast ein Problem. Und das kann frustrierend sein. Nicht nur für Kunden, sondern auch für die lieben Repräsentanten von so einer Datenbank, die auch sagen müssen, musst du auf die Part-Details-Seite gehen, dann musst du runterscrollen und gucken und du musst dir das merken.
(13:21 - 13:38)
Und das machst du jetzt einfach für die 20 Suchergebnisse jedes Mal einzeln. Und alles, was du dir gemerkt hast, dann nimmst du die, die nachher im grünen Bereich sind. Und die anderen, die aus den unerwünschten Ländern sind, wenn man das so nennen darf, die streichst du einfach aus deinem Kurzzeitgedächtnis und arbeitest mit den anderen und vergleichst das.
(13:40 - 13:55)
Fühlt sich nicht intuitiv an. Ist ganz nett, aber nicht das, was du haben möchtest, oder? Einerseits ja. Es kommt oft in der Softwarewelt vor, dass man sieht, dass eine Software ein Problem lösen kann, wenn man ein bisschen um die Ecke denkt.
(13:55 - 14:17)
Das heißt dann Workaround. Und das misst man mit, es ist eben nicht in ein oder zwei Klicks lösbar, sondern in fünf oder fünfzehn und mit eigener Gedächtnisleistung notwendig. Und ich finde es einfach charmant, wenn man weiß, das ist die Transaktion, die man jetzt durchführen muss, um eine Problemmeldung in eine Lösungsoption umzusetzen.
(14:18 - 14:46)
Man wird nicht nach einer Lösung suchen, wenn man vorher kein Problem gehabt hat. Also wenn man keine Problemmeldung hat, hat man mehr Kaffeepause. Aber ansonsten nach Lösungen zu suchen.
Oh mein Gott, welche Alternativen gibt es? Was können die? Wo kommen die her? Sind die irgendwie gefährdet? Sind die compliant? Das fragt man sich ja nicht aus einer Sektlaune heraus. Und deswegen ist es wichtig, dass zu einer Problemmeldung auch eine Lösungsfindefunktion mit dabei ist. Und das gibt es eben in jede Menge unterschiedlichen Bereichen.
(14:47 - 15:26)
Und jetzt springen wir auf den Segway nach AMSIS auf. So wie ich AMSIS immer gesehen habe, ist das ein Werkzeug, was den Obsolescence Management Workflow auf der firmeninternen Seite, dort wo der Throughput passiert, der eigentliche wertschöpfende Prozess, den Prozess schriftlich festhalten, dokumentieren und ein Werkzeug bauen, was diesen Prozess durchführt, ohne dass man in menschlicher Kreativität, so schätzungswert das ist, mal nach links und mal nach rechts abbiegen kann. Sondern du gehst geradeaus und manchmal teilt sich der Pfad, aber dann weißt du, dass er sich teilt und in welchen Pfad du gehen musst.
(15:26 - 16:05)
Das ist ein vernünftiger Workflow. Und AMSIS hat das super gemacht für Lifecycle und Obsolescence Management mit einer Granularität, die in den Datenbanken, so wie ich das bis jetzt gesehen habe, nicht da gewesen ist. Beispiel zum Vergleich.
Es gibt auch Workflow out of the Box von C2. Aber da weist man eine PCN einem Sachbearbeiter zu, das Ding kriegt einen Status, der darf ein bisschen was dokumentieren und am Ende ist es fertig. Diese Möglichkeit, den Impact nach Bomben, nach Materialnummer oder auf ein Team oder auf verschiedene Personen aufzuteilen, diese Granularität, die gibt es out of the Box von C2 zum Beispiel nicht.
(16:05 - 16:15)
AMSIS kann das. Das wird als ein Prozess auf die Organisationsstruktur von der betreibenden Firma aufgesetzt. Und das finde ich einfach nur vernünftig.
(16:15 - 16:38)
Und der Grund, warum jetzt AMSIS so super in die C2-Familie und in die Plattform passt, ist Case Management, so gut wie AMSIS das macht. Warum sollte man das nur in Obsolescence Management, Lifecycle Management machen? Wir haben ein ausgewachsenes Compliance Management Tool. Wenn man dort Cases hätte und diese Prozesszuverlässigkeit hätte, super.
(16:39 - 16:53)
Wir haben auch ein ausgewachsenes Supply Chain Management Tool. Wenn man dort mit der Präzision und Verlässlichkeit von Cases arbeiten könnte, so wie AMSIS das tut, super. Wir haben auch ein Tool, was sich um ESG und Trade Compliance und sowas alles kümmert.
(16:54 - 17:20)
Wenn man dort mit Cases arbeiten könnte, wäre doch auch super. Ich wünsche mir, dass ich nicht zu hochstapeln muss, was meinen Anspruch an den Vollintegrationszeitpunkt von AMSIS in C2 angeht. Aber es gibt so viele tolle Sachen, wo das, was AMSIS gut macht, einfach nur in einer Nachbardomäne, für die wir das Produkt schon fertig haben, mit zu integrieren.
(17:20 - 17:46)
Von der Idee sehe ich das, wenn ich ein Bild zeichnen müsste, es gibt vier Säulen in dem C2-Portfolio, wo es sich um Supplier Risk Management dreht, um Supply Chain Risk Management, um Compliance Management und Lifecycle. Da hat man immer die Qual der Wahl. Möchte ich das jetzt menschenlesbar über den Browser bekommen oder über API? In dem Fall ist API eine Funktion, die unter der Plattform als Fundament drunter steckt.
(17:47 - 17:57)
Maschinenlesbare Daten statt menschenlesbare Daten. Die kann ich bestimmt auch mit anderen Tools notfalls verarbeiten oder ERP-Systemen. Genau, und genauso sinnvoll ist es eben, die Wahl zu haben.
(17:57 - 18:50)
Möchte ich für meine vertikalen Produkte eigentlich das in Maschinenlesbaren Daten haben? Genauso sollte es mir doch auch da angelegen sein. Ist meine Firma darauf ausgelegt, ein durchgängiges Case Management Workflow System in diesen Datenbereichen zu haben? Weil in Wirklichkeit möchte ich ja nur stolz darauf sein, einer Firma geholfen zu haben, auf Reize von außen, die als Data as a Service konsumiert werden, mit einem so gut wie, also mit einem fehlerverzeihenden, aber fehlervermeidenden Prozess immer zu einem guten Ergebnis zu kommen, mit absehbarem und schätzbarem Aufwand. Und wenn diese AMSIS-Fähigkeit so schön in das C2-Portfolio integriert wird, wie ich mir das vorstelle, ich freue mich darauf.
(18:50 - 18:57)
Ich weiß auch, dass ich zu viel möchte. Januar 2026 wird nicht das Release Date sein. Dann wird es anfangen.
(18:57 - 19:11)
Dann sieht man so ein paar rote AMSIS-LCM oder RM oder OM-Knöpfe in der C2-Oberfläche. Und das wird sich entwickeln. Es wird möglicherweise, wie heißt das, Minimum Viable Products geben.
(19:11 - 19:21)
MMP. Ja, genau, sowas. Und dann, wo ich her Rückmeldung bekomme, das gebe ich dann das Produktmanagement weiter.
(19:21 - 19:41)
Und dort, wo die meisten Ausrufezeichen dran stehen, da wird bestimmt als erstes implementiert. Im Hintergrund sind die Chefköche aus unserer Entwicklungsküche da schon mit dran. Und ich weiß auch, dass der Georg von AMSIS viel mit unseren Teams, mit unserem Chief Product Officer, ganz, ganz viel kommuniziert.
(19:42 - 19:51)
Und wir haben unsere wöchentlichen Updates und das, was ich dort sehe. Vielversprechend? Ich will nicht zu viel versprechen. Also vielversprechend ist das richtige Wort.
(19:51 - 20:01)
Aber vielleicht sollte ich das nicht benutzen. Also mich freut, was ich dort höre und was ich dort schon sehe. Ich lasse mich aber da kurz reingrätschen und noch in eine weitere Richtung gehen.
(20:02 - 20:43)
Welche Rolle spielt bei dem ganzen Thema KI in Zukunft? KI. Haben wir heute einen tollen Vortrag gehört auf der ION-Konferenz. Und zwar, dass Arbeitsplätze durch KI nicht unbedingt ersetzt werden müssen, sondern das englische Wort war preserved.
Das gefiel mir gut. Bei Z2 wird KI im Moment als Werkzeug eingesetzt, damit wir unsere interne Kapazität vergrößern können. Das heißt, alle 300 Leute bei uns von den 500, die sich nur um Datenströme kümmern, die Correctness, Freshness und Completeness überprüfen, die nutzen eben anstatt Old School Optical Character Recognition schon KI-Tools.
(20:43 - 21:05)
Trotzdem gibt es aus Governance-Gründen immer einen menschlichen Review, bevor etwas in die Datenbank reingeht. Das heißt, die erste Antwort der Frage ist, im Hintergrund und für uns selbst benutzen wir das. Der zweite Teil der Frage müsste sich drehen um, und wann bekommen wir als Benutzer in der Z2 auch KI? Es gibt so viele verschiedene Ebenen von KI.
(21:05 - 21:14)
Also erstmal würde ich sagen, man benutzt keine KI. Dann benutzt man Fake-KI. Also von wegen, wir werden keine KI-Notifications verschicken.
(21:14 - 21:22)
Das wird dann E-Mail heißen bei uns. Wir werden auch ein bisschen Old School KI schon. Also Old School KI ist Business Intelligence.
(21:23 - 21:29)
Da geht es um Aggregieren und Konsolidieren. Das ist dann, wenn aus vielen Datenmengen ein schönes Bild gemacht wird. Solche Charts machen wir, da kommt was.
(21:29 - 21:37)
Und mit Heatmaps ist aber noch keine echte KI. Mehr so Logik, Algorithmen vielleicht. Ja, Business Intelligence, wie man es immer schon gemacht hat.
(21:37 - 22:08)
Also man kann das aufhübschen, dass es sich, wenn man es nicht hinterfragt, wie KI anhört, aber es ist das, was Business Intelligence seit 20 Jahren macht. Ich erwarte von einer KI-Lösung, dass die über Gender AI und Prompting mir eine Lösung gibt, die besser ist als das, was das seit Jahren getunte Tool von Z2 liefern könnte. Deswegen ist es für mich so, ich traue es mir selbst nicht zu, einen Prompt schreiben zu wollen, der mir als Ergebnis etwas Besseres liefert, als was zwei Klicks in dem Tool selbst entfernt ist.
(22:11 - 22:18)
Die Generation von KI würde ich ganz gerne überspringen. Man kann die als ein Chatbot einbauen. Wo muss ich klicken, um das zu erreichen? Dann kriegst du eine Klickanleitung.
(22:18 - 22:41)
Ist besser, als nachher einen langen GPT-Text zu bekommen. Die letzte und momentan sophisticated Ebene von KI geht, glaube ich, in Richtung Agentic AI, agentische KI, wo die KI an sich schon gleich Entscheidungen macht von Anfang an. Hey, du hast eine Stückliste hochgeladen und wir könnten jetzt die Gesundheit optimieren oder die technische Äquivalenz.
(22:41 - 22:51)
Ist das wirklich KI? Wir denken auch darüber nach. Ich habe das Intentional Vision spezifiziert. Das ist auch in der Roadmap mit drin.
(22:53 - 23:07)
Es ist keine echte KI. Es ist einfach nur ein Auto-Replacement mit dem Cross, was die shortest delete time hat oder was den niedrigsten Preis hat oder was die längste Zeit bis end of life hat. Das ist einfach nur ein Replacement.
(23:07 - 23:17)
Ein einfacher Algorithmus klappert jede Stücklistenposition einmal ab. Ist das wirklich KI? Weiß ich nicht. Der Anwendungsfall ist sinnvoll.
(23:17 - 23:28)
Man hat heutzutage das Gefühl, dass das, was früher genetische Algorithmen gewesen sind, heute viel mehr Rechenpower bekommt. Dann heißt das ganze Ding KI. Aber eigentlich konnte man das schon vor 20 Jahren machen.
(23:28 - 23:43)
Das geht. Was hältst du von Themen wie, dass die KI kommt und die PC zum PDN zusammenfasst und gleich ins Set-to-Data einen Vorschlag liefert? Das ist die Zusammenfassung. Das sind die entscheidenden Informationen.
(23:43 - 23:54)
Dass die Verarbeitung einfacher wird, auch für die User. Ach, dass die KI die Brücke füllt und so tut, als hätte man schon längst Smartvisieren. Das ist eine einfache Konvertiererei.
(23:54 - 24:01)
Der Unterschied ist nicht dramatisch anders. Kategorisiert und priorisiert werden die PCNs. Stand heute eh schon.
(24:01 - 24:21)
Der Abdeckungsgrad, den du durch C2 bekommst, passt sowieso. Ich glaube, in dem Bereich könnte KI ein Wettbewerb für C2 sein, dass man dadurch gar keine PCNs mehr konsumieren möchte. Wenn es so weit ist, werden das die Distributoren als erstes machen.
(24:21 - 24:28)
Dadurch können die Zeit und Geld sparen. Macht aber noch keiner. Deswegen vermute ich, dass das Ganze noch nicht so reif ist.
(24:29 - 24:55)
Aber wiederum, so wie SmartPCNs durch einfache Datenkonvertierung erzeugt werden, ist das ein in seinen einzelnen Inhalten standardisierter XML-Container. Finde ich gut. Aber wenn man als operativ betreibende Firma, als Endkunde, die die PCNs bekommt, egal in welchem Container, immerhin ist es ein maschinenlesbarer Container.
(24:55 - 25:18)
Ob das ein out-of-the-box, Z2-natives XML-Format ist oder SmartPCN, dadurch, dass der Standard sich noch nicht auf der Softwareanbieterseite bei den ERPs und Workflow-Tools etabliert hat, muss man von der IT sowieso mappen. Egal, ob der Container standardisiert war oder nicht. Ich würde mir schon wünschen, dass die Container beliebt werden.
(25:18 - 25:35)
SmartPCN jetzt insbesondere. Ich glaube, KI kann eine schöne Suche tun. Aber nicht alle PCNs werden über Onlineplattformen kommuniziert, veröffentlicht, gespeichert.
(25:35 - 25:54)
Sondern streckenweise ist es auch der stille Postmechanismus über die E-Mails. Weil die Hersteller schicken das dann an ihre Direktkunden, sprich die großen Distributoren und die Riesengroßkunden. Und die Distributoren schicken das per E-Mail weiter an deren Kunden, die innerhalb der letzten 24 Monate was bestellt haben.
(25:56 - 26:22)
Ich weiß nicht, wie groß der Anteil von PCNs ist, die nur über E-Mail-stille Post gehen. Ich vermute aber einfach, dass dadurch, dass es diesen E-Mail-Kommunikationsweg gibt, kann eine KI, die nur auf den Hersteller-Webseiten gespeicherte PCNs zugreift, erstmal nicht so einen hohen Wirkungsgrad haben. Klar, es gibt was, was durchrutscht.
(26:24 - 26:33)
Wirkungsgrad ist so eine Geschichte. Wenn man bereit ist, als ein MVP und Early Adapter davon auszuprobieren, ist das sicherlich ein Experiment, wo mein Spieltrieb auch hingehen würde. Nur aus Anwendersicht.
(26:34 - 27:06)
Ob ich da die Erwartungshaltung habe, ob das jetzt so eine Killer-Applikation ist, das überhaupt zu betreiben, weil die ganzen anderen Sachen, die die Datenbanken machen, wirst du damit auch nicht ablösen können. Das heißt, wenn das Ergebnis dank KI nicht messbar besser ist, warum sollte ich Cost of Ownership für so einen KI-Prozess haben wollen, wenn das Ergebnis nachher nicht besser ist als das, was ich eh kriege? Ich bin kein KI-Gegner. Ich habe nur schon zu viele Fake-KI und Oldschool-ID und Etikettenschwindel, alte Weine in neuen Schläuchen gesehen.
(27:08 - 27:32)
Deswegen prüfe ich das ganz gerne, ob das, was im Hintergrund passiert, tatsächlich KI ist. Solange das Z2-Team das hinter den Kulissen für sich selbst anwendet, damit heute mit KI als Werkzeug unsere Leute dreimal so effektiv sind wie vor 5 Jahren, finde ich das gut. Wir als Thema setzen KI ein, klare Sache.
(27:33 - 27:52)
Nur weil am Anfang kein Chatbot ist, heißt das nicht, dass wir kein KI einsetzen. Wie würdest du messen, ob eine KI Sinn macht oder nicht? Das ist eine verdammt gute Frage. Du überlegst vielleicht, wie du den Leuten, die mit KI arbeiten wollen, eine Zeitersparnis haben.
(27:53 - 28:02)
Du kannst sagen, er kann mehr Fälle abarbeiten. Das ist eine gute Frage. Ich würde gerne in eine andere Richtung mit dir gehen.
(28:03 - 28:14)
Vielleicht mal ganz plastisch. Was würdest du einem Kunden erzählen, der auf dich zukommt und sagt, ich will das System lieber selber aufbauen. Ich habe nicht so viel Elektronik, ich habe mehr Mechanik und Chemie.
(28:15 - 28:37)
Ist eine Software-Lösung wie Z2Data denkbar? Wie würdest du damit umgehen? Denkbar, ja. Anwendbar, glaube ich, auch. Man muss eine Erwartungshaltung haben, wenn man es beobachtet hat, alle, die sich mit Elektronik beschäftigen, sind sowohl verwöhnt als auch herausgefordert.
(28:37 - 28:59)
Wenn wir jetzt alles, was mechanisch ist, mit allem, was elektronisch ist, so kurz auseinanderschieben. Dieses Auseinanderschieben passiert im Produktentstehungsprozess, sobald sich der erste Mensch die Frage stellt, make or buy. Bei der mechanischen Sache, die Formsprache, die Materialsprache, die Ästhetik, das Material, die Haptik und so etwas haben müssen, das macht man selbst.
(28:59 - 29:06)
Oder lässt das dann von der Spritzguss-Thema nebenan machen. Das ist make. Bei der Elektronikwelt ist es nicht so einfach.
(29:06 - 29:17)
Ich habe gerade 13 Milliarden übrig und könnte eine FAB bauen, um die Chips selbst zu basteln. Passiert vergleichsweise selten. Deswegen gibt es in der Elektronik sehr oft die Entscheidung buy anstatt make.
(29:19 - 29:40)
Infolgedessen auch eine hohe Kundenlieferantenabhängigkeit. Zum Beispiel durch dieses Verständnis von ich schicke dir eine PCN, wenn du innerhalb von 24 Monaten was bei mir gekauft hast. Das Selbstverständnis von Datentransparenz, von Lifecycle, von Obsoleszenz ist in der Elektronik einfach gerade wegen der Natur dieser Dinge weiterentwickelt.
(29:40 - 30:03)
Das gibt es schon viel länger. Man hat sich daran gewöhnt und es hat sich quasi etabliert. Deswegen wird, glaube ich, in jedem Material stammen, der sich gleichmäßig zusammensetzt aus irgendwie elektronisch und irgendwie nicht elektronisch, wird man schon feststellen, dass alle Firmen, die seit Jahr und Tag gewohnt sind, mit Elektronik zu handeln, die sind auskunftsfreudiger, was Lifecycle und Konformitäten und so etwas angeht.
(30:05 - 30:18)
In der Mechanik, glaube ich, die Methoden sind die gleichen. Die Kompetenzen von allen Datenbanken überhaupt. Ich meine, Z2 mag da besonders agil sein und auch eine Truppe haben, die sich um die Mechanik kümmert.
(30:18 - 30:35)
Aber die Grundkompetenz von allen Datenbanken. Wenn wir die drei großen nehmen mit IHS und Silicon Expert und Z2, die haben alle die Fähigkeit, mit Herstellern Kontakt aufzunehmen und auch technische Daten zu fragen. Es kommt ein bisschen auf Wahrheitlichkeit, Freundlichkeit, etabliertes Netzwerk, Wiederholfrequenz an.
(30:35 - 30:55)
Was ist es auch für ein Hersteller? Ist es ein Konzern, der in dem Bereich eh was macht oder ist es ein kleineres Unternehmen, das vielleicht nicht systematisch auch selber PDNs erzeugt, PCNs erzeugt? Es gibt viel mehr kleinere Mittelständler in der Herstellung von mechanischen Teilen als bei Elektronik. Die haben schon verstanden, Rose und Reach ist was Wichtiges. Da fragen mich viele nach.
(30:55 - 31:13)
Aber wenn man denen mit einer europäischen Spielzeugvorschrift kommt oder BEE konform oder Tosca und PFAS, da sind die noch nicht unbedingt. Das meinen die nicht böse? Das ist nicht üblich in der reinen mechanischen Industrie. Auch das war wieder eine Verallgemeinerung.
(31:14 - 31:28)
Die Konsequenzen sind, da gibt es Lücken, was die Datenbankanbieter heute nicht darstellen können. Die Datenbeschaffung ist nur ein bisschen schwieriger. Jetzt geht es um die Agilität der eigentlichen Datenbank, ob man auf so eine Anfrage reagieren kann.
(31:29 - 31:42)
Du kennst das von Zwei, wenn ich einen Abdeckungsbericht rausgebe, gebe ich in 2 Wochen einen Update dazu. Das Ganze wird sich sowieso, weil wir gucken, da hat jemand was hochgeladen, eine Teilenummer. Die kennen wir noch nicht.
(31:42 - 31:51)
Wir zweifeln zuerst nicht am Kunden, sondern an uns. Vielleicht haben wir etwas Öffentlich Findbares übersehen. Wir gucken mal.
(31:52 - 32:03)
Innerhalb von 2 Wochen kommt es zu Coverage-Einstiegen von 2-5%. Einfach nur, weil es da ist. Das ist ein sinnvolles Selbstverständnis, was Zwei hat.
(32:03 - 32:11)
Da wird nicht geguckt, ist das ein mechanisches Teil? Dann gehen wir lieber auf. Die Anfrage wird trotzdem gestellt. Unabhängig davon, was es ist, wird es vorangetrieben.
(32:11 - 32:25)
Die blinden Punkte, die es dann gibt, zu eliminieren. Der Prozess der Datenrecherche für Mechanisches ist bei allen Komponenten-Datenbanken vorhanden. Frage einen Hersteller, ob du mir Daten von deinem Katalog trägst.
(32:25 - 32:36)
Die werden schon Ja sagen. Nur in der mechanischen Welt nicht so oft. Dann kommt es auf die Prozesse, die Freundlichkeit, die Beharrlichkeit an auf der Datenbankseite.
(32:38 - 32:46)
Ich fühle mich bei Zwei wohl. Ich freue mich, zu sehen, was ich von den Kollegen mitkriege. Lass uns wieder in eine weitere Richtung gehen.
(32:47 - 32:54)
Stell dir vor, wir haben ein Unternehmen. Das arbeitet ohne eine Datenbank. Die verschiedenen Abteilungen, Einkauf, Entwicklung und Co.
(32:55 - 33:07)
Und jetzt den Kontrast. Sie haben eine andere Software-Lösung eingeführt. Was passiert mit den verschiedenen Abteilungen? Was denkst du, was sich da entwickelt? Die Pfade auf den Teppich.
(33:11 - 33:28)
Wenn man anfängt, datengetriebene Entscheidungen im Unternehmen zu implementieren, manchmal ist es eine richtige strategische Lösung. Manchmal aber auch nicht. Auch wenn man denkt, Datentools, die Daten kann ich mir selbst ergoogeln und kostet nichts.
(33:28 - 33:39)
Das spart mir nur Zeit. Da hat man eine verzogene Wahrnehmung, was ein sinnvolles Budget ist. Bei vielen Kunden ist der Gesamtbetrag, den so eine Datenbank pro Jahr kostet, weniger als eine Teilzeit.
(33:41 - 33:58)
Trotzdem empfindet man das als teuer, aber als strategisch wichtig. Es kommt vor, dass nur eine Abteilung das Budget bereitstellt, um mit datengetriebenen Entscheidungen anzufangen. Angenommen, es ist die Entwicklung.
(33:58 - 34:10)
Dann hat die Entwicklung die Fähigkeit, bei der Auswahl von verschiedenen Alternativen, diejenigen auszusuchen, die günstigsten und verfügbaren sind. Man muss den Einkauf nicht mehr fragen. Der wird hellhörig.
(34:11 - 34:24)
Wieso brauchen die mich nicht mehr? Was hat sich da geändert? Irgendetwas ist komisch. Sie können sich auf andere Dinge fokussieren. Dann kommen Befindlichkeiten.
(34:26 - 34:43)
Die Idee von solchen Plattformen ist positiv kollaborativ. Die neue Art von Expertensoftware funktioniert so, dass egal, ob du auf Entwicklung, Einkauf oder Compliance bist, du kannst in dem Tool finden, was du brauchst. Als Einkäufer kannst du einen Entwickler fragen.
(34:43 - 35:00)
Wo finde ich diese technischen Merkmale? Dann klickst du da und hast es schon fertig. In Richtung Nachbarabteilungen wie Compliance ist das Phänomen manchmal ein bisschen anders. Da gibt es immer noch die Kollegen, deren Aufgabe es ist, den gesamten Materialstamm regelmäßig durchzuwühlen.
(35:01 - 35:32)
Wie sieht es aus mit Host Compliance, mit Reach? Muss ich Skip-Nummern ziehen? Wie aktuell ist das? Wie sieht es aus mit Konflikt-Mineralien? Wenn die dann mitkriegen, dass die Kollegen aus der Entwicklung oder aus dem Einkauf ein Tool haben, wo das alles schon drinsteht, ohne dass man selbst suchen muss, das finden die unglaublich praktisch. So entstehen diese Trampelfader auf dem Teppich zu den Schreibtischen derer Menschen im Einkauf und in der Entwicklung, die einen Zugriff auf eine Komponenten-Datenbank haben. Irgendwann merkt man, hey, das sind alles flotige Lizenzen.
(35:32 - 35:52)
Ich könnte einfach nach einem Login fragen und mein Leben wird unglaublich einfacher. Aber das passiert meistens, also diese zusätzlichen Trampelfader plus diese Befindlichkeiten, wenn die Entwickler aufhören, den Einkauf zu fragen, nach was ist denn jetzt das einkaufstechnisch sinnvollste Part. Das findet meistens im zweiten Halbjahr des ersten Lizenzjahres statt.
(35:53 - 36:49)
Danach kommen dann Entwicklungen wie, wir wollen nicht nur einzelne Stücklisten, wie sie gerade im täglichen Geschäft anfallen, analysieren, können wir nicht auch unseren gesamten Materialstamm analysieren, also detect. Wir gucken, wo sind Lippen. Und meistens im zweiten Anwendungsjahr von datengetriebenen Entscheidungstools wächst die Awareness und man versucht zumindest, das auf Materialstamm anzuwenden und glaubt, da hat was geklappt, da hat was geklappt, da hat was geklappt, sind wir gut.
Das mussten wir aber alles im Schweiße unseres Angesichts in so einem User-Interface machen. Wäre das nicht toll, wenn unser hauptverwaltendes Datensystem, zum Beispiel das ERP oder PLM-System, wenn die das integrieren könnten, haben die Datenbanken nicht auch eine API? Ja, haben sie. Da muss man sich nur überlegen, ob jetzt schon im zweiten oder vermutlich erst im dritten oder vierten Lizenzjahr dann die Anbindung von so einer API Sinn macht.
(36:49 - 36:59)
Das ist auch gar nicht so einfach. Ich kenne da so Geschichten mit SAP und das versuchen zu verknüpfen ist nicht immer so einfach. Man braucht Leidensfähigkeit und Kapazität.
(37:00 - 37:17)
Und viel Geld, gerade wenn es um SAP-Customizing geht. Ja, du sagst gerade, dass die meisten Datenschnittgelden zu günstig sind und ich würde dir zustimmen. Aber der Preis hat sich entsprechend eingespielt und Kapazität, Cost of Ownership ist ein wichtiges Ding.
(37:19 - 37:27)
Also bei C2 habe ich viel mit API gelernt. Und die Kollegen helfen dann den Kunden auch beim Implementieren, wenn irgendwelche Fragen sind. Das läuft super.
(37:29 - 37:46)
Insofern die Frage war, was ändert sich? Ich glaube, Kollegen in der eigenen Abteilung würden auch ganz gerne mal ausprobieren. Und in der Nachbarabteilung spricht sich das rum wie ein Gerücht. Das macht zackig keinen Auswerten.
(37:46 - 38:05)
Verschiedene Preise zu einem Bauteil rauswerden auf Knopfdruck. Ja, oder wusstest du schon? Kein Copy und Paste in Excel mehr. Man spricht in der Kaffeepause über, ich muss heute Nachmittag nach dem Mittagessen den Roststatus und Rietstatus, das ganze Compliance-Thema, abfrühstücken für dieses Produkt, für diese 100 Parts.
(38:06 - 38:13)
Und dann gehe ich um halb zwei in Feierabend. War früher undenkbar. Ich weiß, auf welchen Report ich klicken muss und fertig.
(38:14 - 38:23)
Auf die Art und Weise spricht sich das, glaube ich, rum in einer Firma. Das ist schon wieder ein Beispiel für stille Post. Wenn man das absichtlich weiterträgt.
(38:23 - 38:33)
Manchmal möchte man einfach nur derjenige sein. Wusstet ihr schon, ich habe einen Verbesserungsvorschlag. Wir können so und so viel Zeit sparen, wenn die Leute diese Software auch nutzen würden.
(38:33 - 38:45)
Und bekomme ich eigentlich in unserem betrieblichen Verbesserungsvorschlag-Wesen dafür jetzt einen kleinen Bonus? So etwas kommt vergleichsweise selten vor. Ich habe schon lange nichts mehr von betrieblichen Verbesserungsvorschlag-Systemen gehört. Aber das wäre eine Möglichkeit.
(38:46 - 39:04)
Vielleicht auch da noch mal eine Rückfrage. Wir hatten vorhin schon ein bisschen die Thematik rund um AMSIS. Wie ist es aus deiner Sicht entstanden, die Idee, AMSIS mit bei euch zu integrieren? War das deine Perspektive auf das Ganze? Irgendwo zwischen Perspektive und Initiative.
(39:06 - 39:17)
Ich hatte es schon fast vermutet. Ich habe immer schon gerne mit Björn und AMSIS zusammengearbeitet. Wir haben ja auch früher ein paar Fireside-Chats gemacht.
(39:17 - 39:40)
Es gab eine Webinar-Serie, die ist dann die Björn-und-Olli-Show. Wo wir einfach nur als ein offener Dialog, was einen gerade so umtreibt in der Obsolescence-Management-Welt, auf Augenhöhe diskutiert haben. Und das ist immer so schön voneinander trennbar gewesen, dass die Daten weltweit, das Data-as-a-Service, das informiert mich als Firma über alles, was draußen so passiert.
(39:40 - 39:56)
Ich kann es nicht echt beeinflussen, ob jetzt eine Entity, also ein Mensch, eine Firma, ein Distributor, ein Hersteller, wer mich auch immer beliefert, von mir so macht das nicht mehr. Solche Ereignisse muss ich von außen als menschenlesbares und maschinenlesbares Datum irgendwie erfassen können. Das ist Data-as-a-Service.
(39:57 - 40:08)
Das machen die Komponentendatenbanken. Und innerhalb der Firma muss man eben einen Prozess auch vernünftig und diszipliniert aufsetzen. Ich wollte früher auch immer schon mal Prozessberater werden.
(40:09 - 40:23)
Hat dann nur für einen Solution-Architekten gereicht. Aber deswegen unterscheide ich ganz gerne zwischen ist es der wertschöpfende Prozess im Unternehmen, der auf vernünftige Füße gestellt werden muss. Das nenne ich Process-as-a-Service.
(40:24 - 40:36)
Und da war für mich Amses immer der vertrauenswürdigste Ansprechpartner. Auch zu dem Zeitpunkt, als Amses mehr eine Consulting-Firma als eine Subscription- und Software-Firma gewesen ist. Das kam schon ein bisschen vor.
(40:36 - 40:53)
Ich will mit Björn auch noch sprechen zu dem Thema. Es war immer super, das so unterscheiden zu können. Man hat wirklich das Gefühl gehabt, wir helfen jetzt einer Firma, von alles, was draußen ist, mitzubekommen und intern so zu verarbeiten, dass man ohne Umwege zu dem bestmöglichen Ergebnis kommt.
(40:53 - 41:04)
Das ist eine tolle Synergie. Ja, und als Data-as-a-Service will ich gar nicht dieses Process-as-a-Service machen. Das ist nicht meine Kernkompetenz.
(41:04 - 41:14)
Ich habe mich dabei wohl gefühlt, sagen zu können, wir sind eine Firma, wir machen Daten. Das ist unsere Kernkompetenz. Wir haben hunderte von Leuten, die das tun.
(41:14 - 41:26)
Und es geht um Daten, nicht um Prozesse. Amses konnte sagen, wir können die Daten richtig super verarbeiten. Und zwar so, dass für jede Firma genau das Ergebnis rauskommt, was sich am Ende für einen Prozess als wünschenswert definiert hat.
(41:26 - 41:34)
Klasse Sache. Ich muss als Datenfirma nicht in das Prozessgeschäft einsteigen. Ich muss als Prozessfirma nicht in das Datengeschäft einsteigen.
(41:34 - 41:41)
Und so ist das eine richtig tolle Synergie gewesen. Das war es immer schon. Es hat sich angefühlt wie, muss eigentlich so sein.
(41:42 - 41:51)
Ich würde auch gerne mal eine Björn-und-Olli-Show einfach weitermachen. Gerade wenn jetzt Z2 und Amses unter einem Dach gemeinsam unterwegs sind. Gerade wenn jetzt Z2 und Amses unter einem Dach gemeinsam unterwegs sind.
(41:51 - 42:09)
Das leitet super über zu meiner nächsten Frage. Was denkst du, hat das für eine Auswirkung der Zusammenschluss von europäischem Markt? Ich glaube, dass wir den Anspruch an solche Komponenten-Datenbanken nochmal erhöhen. Es gibt eh schon Dinge, die Z2 absichtlich anders macht.
(42:09 - 42:16)
Und die finde ich persönlich als besser. Nicht nur in dem Produkt als Datenbank-Tool an sich. Auch wenn man organisatorisch aufgestellt ist.
(42:17 - 42:35)
Aber wenn jetzt auf einmal Z2 als Komponenten-Datenbank nicht nur sagen kann, wir haben auch ein Compliance-Management-System. Übrigens, wir haben auch für ESG, Trade Compliance und sowas alles schon ein fertiges Produkt. Sondern wir haben jetzt auch endlich die Synergie unter einem Dach.
(42:35 - 42:46)
Wir können Data-as-a-Service und Process-as-a-Service finde ich super. Und deswegen freue ich mich nicht nur auf ... Und auch den Wettbewerb ein bisschen an. Konkurrenz belebt das Geschäft.
(42:48 - 42:55)
Meine Pläne zur Ergreifung der Weltherrschaft sind ganz klare Monopolisierung. Irgendwann kann es nur einen geben. Nein, Quatsch.
(43:03 - 43:20)
Die Agilität, allein schon die Fähigkeit, so etwas wie AMSIS A zu übernehmen und B nicht zu integrieren und da noch eine sinnvolle Idee zu haben, das was im Lifecycle-Management gut war. Das kann doch in Compliance-Management und Supply-Chain-Management und Supplier-Risk-Management nicht schlecht sein. Wir bauen da mal was.
(43:21 - 43:30)
Und so ein Statement von Leuten, von denen ich schon gesehen habe, dass die wirklich was bauen, wenn die das sagen. Das macht Spaß. Und ja, Konkurrenz belebt das Geschäft.
(43:31 - 43:43)
Jetzt heißt es erst einmal auf fachchinesisch, es ist ein unique selling point, es ist ein Alleinstellungsmerkmal. Nur wir können das. Wie auch immer die anderen Firmen, die auch Komponentendaten machen, darauf reagieren, weiß ich nicht.
(43:44 - 43:57)
Ich glaube in einem optimistischen Sinne, wir müssen, glaube ich, auch für Innovation im Markt sorgen. Irgendwer muss Innovationsführerschaft erst einmal übernehmen. Und dann ziehen die anderen wieder nach.
(43:58 - 44:06)
Ich hoffe. Es ist ein relativ kleiner Markt, ganz ehrlich. BIS, Wikileaks, C2, das sind die drei großen Komponentendatenbanken.
(44:07 - 44:35)
Es gibt, ich sage mal Nebenkriegsschauplätze, aber wenn es um authentische, objektive Daten geht, sind die drei großen, die sind einfach die drei großen. Und so wie sich jetzt der Cocktail in seiner Geschmacksvielfalt eröffnet hat bei C2, freue ich mich tatsächlich zu den Innovationen, sagen wir mal, mindestens zu den Early Adaptern, nicht gleich Innovationsleadern zu hören. Wir müssen es ja erst einmal machen.
(44:35 - 45:02)
Wenn es ausgerollt wird und wenn wir Kundenfeedback bekommen, dann dürfen wir die Frage nach Innovationsführerschaft stellen. Aber Stand heute sind wir definitiv ein integrierender Early Adapter. Und das ist, glaube ich, die Stufe, die man genommen haben muss, um irgendwann Innovationsführerschaft überhaupt für sich selbst in Betracht ziehen zu können.
(45:03 - 45:50)
Du leitest schon wieder so gut über. Meine nächste Frage an dich ist, wo siehst du das ganze Software-Thema, aber auch Datenbank-Thema in den nächsten fünf Jahren? Was kannst du dir vorstellen, was kommt? Also passt sehr gut, wir waren gerade bei Innovationen durch diesen Zusammenschluss jetzt, aber was siehst du an Themen, wo sich da Potenziale ergeben werden oder vielleicht auch Zukunftsvisionen, die ihr da habt? Vielleicht zwei, drei Punkte, weil dann habe ich noch eine letzte Frage. Die nächsten fünf Jahre, was wird sich wesentlich ändern? Also je nachdem, wer gerade die Nase vorne hat, wahrscheinlich wird es doch irgendwann eine Möglichkeit geben, echte API einzubetten.
Also vor einem Jahr wusste ich noch nicht, was Agentic AI ist. Der Kelch wird an nicht allen vorbeigehen und es wird etwas Besseres geben als einfach nur promptbasierten Chatbot. Da muss es was Besseres geben.
(45:52 - 46:13)
Einfach nur Stöcklistenverbesserung ist mir ein bisschen zu wenig. Ein Übergang, also ich wünsche mir Integration in zum Beispiel in RFQ-Systeme, um mit Agentic AI tatsächlich Bestellungen in kleineren Mengen wirklich maschinell platzieren zu können. Es geht auch viel in die Richtung Einkauf, wo er heute noch gar nicht so stark vertreten ist seit Beschaffung.
(46:14 - 46:22)
Wir haben noch kein RFQ-Tool. Zwinker, zwinker. Aber ich finde es vernünftig, die Daten in heutige RFQ-Tools zu integrieren.
(46:22 - 46:44)
Ich würde gerne mehr und auch als Standard integrieren in die Daten-Master-Plattform. Daten-Master-Plattformen sind für mich ERP-Systeme und PLM-Systeme. Also dort, wo revisioniert wird und die Systeme, die entscheiden, ob ein ganzes Produkt, was aus was weiß ich wie vielen Teilen besteht, jetzt überhaupt gerade engineering-technisch verändert werden darf oder nicht.
(46:44 - 46:56)
Ob es eingefroren ist für in production oder nicht. Dort würde ich ganz gerne mehr Integration sehen wollen. Ich glaube, dass die Grenzen zwischen maschinenlesbaren Daten und menschenlesbaren Daten ein bisschen verschwimmen.
(46:56 - 47:12)
Man möchte einfach in jedem System die Wahrheit aus den Daten haben. Und vielleicht wird ja auch KI dann eingesetzt, um diese Schnittstellenkomplexität ein wenig zu reduzieren. Das könnte ich mir schon vorstellen.
(47:12 - 47:30)
Ich möchte es im Großen und Ganzen integrierter haben. Und das mag für diese datenverwaltenden Plattformen gelten oder auch für ein Partner-Ecosystem. Man muss nicht gleich das große ERP-System und das große PLM-System sein.
(47:30 - 47:40)
Die kleineren Kandidaten können das auch. Oder in die Electronic Design Automation Suites. Da kann man viel links und rechts gucken.
(47:40 - 47:58)
Und ich glaube, die Menge von Integrationen wird deutlich mehr nachgefragt und hoffentlich in den nächsten 5 Jahren sich vervielfachen, würde ich schon sagen. Jeder hat in unterschiedlichen Bereichen gewisse Stärken. Und wieso nicht die unterschiedlichen Stärken kombinieren? Das führt auch sehr gut zu meiner nächsten Frage.
(47:59 - 48:33)
Du bist auch Vorstand im Bereich Obsolescence Management von dem German Chapter von der IOM, dem COGD. Wenn du da so reinblickst, wie wichtig ist da heute schon Zusammenarbeit in der ganzen Nische Obsolescence Management, aber auch zwischen den Unternehmen? Die COGD ist für mich ein schönes Netzwerk, wo Firmen, die... Man nimmt von sich selbst wahr, dass man zur Leidensgruppe, Neigungsgruppe Obsolescence gehört. Oh, meine bösen Zulieferer haben mir wieder eine PC endlich geschickt oder doch, und die war unangenehm.
(48:34 - 48:44)
So hat das Ganze vielleicht früher angefangen. Mittlerweile, und weil wir ja auch gerade auf der IOM-Konferenz sind, es gibt so viele sinnvolle Zusammenarbeiten. Und die Community an sich, die wächst noch aktiv.
(48:45 - 49:08)
Mir ist es heute passiert, dass eine Representative, also eine Anwenderin von Obsolescence Management, die gerade erst anfangen, die kommt zu so einer Konferenz, die informieren sich und die haben relativ schnell ein Verständnis von, was das reaktives Obsolescence Management und proaktives und strategisches... Die Basics. Für uns sind das Basics, für die ist das neu. Die bauen aber trotzdem Teams und Prozesse.
(49:10 - 49:35)
Und man nimmt jetzt so in der Wirtschaft wahr, wir straucheln ein bisschen, wir warten alle auf den Aufschwung und man darf nicht reisen und ich will nicht investieren und alles ist zu teuer. Trotzdem sehen wir hier auf einer kostenpflichtigen Großveranstaltung in einer eigentlichen Nische, dass Firmen verstehen, das kann ich doch nicht vernachlässigen. Und die COGD als deutsches Chapter und die IOM an sich ist eine echt klasse Plattform.
(49:36 - 49:54)
Ich habe auch damals bei meinem persönlichen Einstieg in Syndicanexpert datengetriebene Entscheidungen an sich. Das ging sofort in die COGD mit rein. In meinem zweiten Monat, gleich auf das Quartalsmeeting, von der damals hieß es ja noch nur COG, ohne D. Ja, heute für Deutschland noch ergänzt.
(49:54 - 50:11)
Ich habe da so viel gelernt, das hat mir einen so super Einstieg gegeben. Und jetzt als Vorstandsmitglied kann ich ein bisschen organisatorisch mitwirken. Als Kassenwart kümmere ich mich darum, dass wir auch finanziell über Wasser bleiben, dass wir unsere Quartalsmeeting auch regelmäßig durchziehen können.
(50:12 - 50:28)
Ja, und auch den Auftrag erfüllen können, Wissen zu vermitteln, aber auch Plattformen zu bieten für Unternehmen, die neu reinkommen, aber auch bestehende, dass auch Netzwerken stattfinden können und man einfach auch diesen Austausch hat. Dass man mal sieht, der macht so, der macht so. Ich kann mal ganz auf ein Bierchen beispielsweise mit dem anderen sprechen und reingucken, wie machen es die eigentlich.
(50:28 - 50:40)
Und einfach jemanden anbrechen, hey, ich habe hier jemanden, die sind eine OEM-Firma und die würden ganz gerne wissen, wie andere Firmen, die auch Designhoheit über ihre Produkte haben, wie die damit umgehen. Sprecht einfach mal. Diese Plattform zu haben ist super.
(50:42 - 50:51)
Die Quartalsmeetings an sich, es gibt oft tolle Fachvorträge. Ja, und wir im Vorstand, wir suchen das schon aus, was da so kommuniziert und vorgetragen wird. Da geben wir uns auch Mühe.
(50:52 - 50:59)
Tatsächlich mit Monaten im Voraus raufen wir uns schon die Haare. Wir brauchen noch jemanden. Wer könnte es sein? Kennt ihr nicht jemanden? Und so weiter und so fort.
(50:59 - 51:09)
Da sollte jetzt auch ein paar von den Leuten, die unseren Podcast hören, die sollten jetzt die Hand heben. Die sollten an mich denken. Also immer willkommen aus deiner Community.
(51:09 - 51:35)
Würde ich mich über Rückmeldung freuen. Ich mag kreative, produktive, ernst gemeinte Vorträge, fachliche Vorträge von jemandem, der ein Problem gelöst hat und mitteilen möchte, wie er es gelöst hat. Es müssen nicht nur Lösungsanbieter sein, sondern wirklich auf Augenhöhe.
Ich hatte das Problem. Klar, und jemand anderes kann davon wieder was ziehen, was ihm hilft. Trotzdem ist bei der COGD das Netzwerk.
(51:36 - 51:46)
Echt die Kaffeepausen, Kuchen essen, zwischen den Vorträgen. Eine halbe Stunde Kaffeepause lohnt sich echt. Das hört sich komisch an, das fühlt sich komisch an.
(51:47 - 52:01)
Was ist jetzt mein Wert? Ein oder zwei von diesen acht Vorträgen, die man hört, die sind super. Da holt man sich im Anwenderbereich, im Mitgliederbereich, dann die Präsentation und freut sich, dass man die hat und zeigt die seinem Chef. Das müssen wir auch machen.
(52:01 - 52:06)
Das war tolles Zeugs. Man muss ja auch mal ganz ehrlich sein. Die Unternehmen sind ganz verschieden.
(52:06 - 52:24)
Transport, Luftfahrt, was auch immer. Den einen spricht das eine, den anderen vielleicht auch das andere. Deswegen kann die immer alles matchen.
Man will ja alle ansprechen. Die Community ist toll, die Plattform an sich fürs Netzwerken ist absolut notwendig. Man lernt, es ist okay, zuzugeben, mit anderen Leuten darüber zu sprechen.
(52:24 - 52:34)
Das ist jetzt nicht nur die Therapie, die man vielleicht sonst macht, sondern so als Neigungsgruppe. Wir are in this together. Obsolescence und Obsolescence Management.
(52:35 - 52:42)
Das ist okay, andere danach zu fragen und sich mit denen auszutauschen. Man kann sich auch als Firma profilieren. Wir machen das gut.
(52:43 - 52:52)
Hier in der Community von Spezialisten können wir trotzdem noch scheinen. Die ersten zwei Jahre war die Lernkurve echt steil. Ich war jedes Mal echt begeistert.
(52:53 - 53:17)
Dann habe ich irgendwann das Muster erkannt. Ein paar Themen von den Vorträgen wiederholen sich schon. Man trifft auch Leute, die man kennt.
Das ist ein bisschen Familie. Es sind alles mittlerweile Freunde, glaube ich. Nicht, dass es einem sogar Reisekosten spart, um die ganzen Firmen sonst so zu besuchen, sondern ungezwungen darüber zu sprechen, wie man sich anbietet.
(53:17 - 53:27)
Ich habe noch nie jemandem per E-Mail oder auf LinkedIn angeschrieben, weil du in der COGD bist, muss ich dir jetzt meine Dienste aufzwingen. Das mache ich nicht. Das machen vergleichsweise wenige.
(53:27 - 53:57)
Wir achten auch im Vorstand darauf, wenn neue Mitglieder kommen, dass sie wissen, auch wenn ihr in der offenen Distribution seid und gerne für obsolete Teile etwas verkauft, ihr dürft die Leute ansprechen, aber bitte kein Druck, kein so zwanghaftes Verkaufen. Wir sind keine Lead Engine für die nächste Vertriebler- und Kalt- oder Warmerkrise über Gespräch. Es kann ein Geschäft entstehen, wenn es passt, aber nicht auf Druck.
(53:57 - 54:07)
Das ist nicht der primäre Zweck. Es sind schon viele Geschäfte durch die COGD entstanden. Und ihr könnt auch etwas bei uns kaufen.
(54:07 - 54:59)
Am Ende der Präsentation wird jeder eine Geschäftsadresse hinterlassen und freut sich, wenn der QR-Code gescannt wird. Aber es ist eher eine Gemeinschaft von Leuten, die die Motivation haben, sich gegenseitig zu helfen. Da sind Lösungsanbieter mit bei, genauso wie man gegebenenfalls auch als ein OEM, der ein EMS beauftragt für die Fertigung, vielleicht mal sehen möchte, wie macht das eigentlich meine EMS? Wie stellt er sich nach außen dar und nicht nur gegenüber mir, wenn er von mir Geld haben möchte? Wie stellen sich EMS grundsätzlich dar, wenn sie Vorträge vor so einer Experten-Community halten? Auf was muss ich in Zukunft vielleicht achten? In der Selbstdarstellung meiner eigenen Firma? Oder aber, wenn ich wieder einen neuen Lieferanten qualifiziere, welche Fragen sollte ich stellen? Und welche lohnt sich gar nicht zu stellen, weil sowieso alle die gleiche Antwort haben? Und das lernt man einfach.
(54:59 - 55:14)
Und das ist so viel mehr als die Mitgliedsgebühr wert, allein schon wegen den mindestens drei vor Ort Quartalsmeetings, die wir pro Jahr haben. Olli, ich danke dir. Die jetzt fast Stunde, hätte ich nicht gedacht, ist unglaublich schnell vergangen.
(55:16 - 55:21)
Unglaublich tolle Impulse. Ich denke, wir werden sicher eine Folge 2 drehen. Ich habe noch ganz viele Fragen.
(55:23 - 55:28)
Das werden wir bestimmt die nächsten Wochen, Monate immer machen. War toll, dass du da warst. Auch an die Zuhörer, bleibt dran.
(55:28 - 55:34)
Es kommen auch hier aus Paris noch viele spannende Folgen. Es war extrem viel Fleisch am Brunnen heute. Danke dir.
(55:35 - 55:38)
Ich danke dir. Ich danke euch. Und noch weiter viel Spaß mit Dominik.
