NextCycle #004 – Vom Verhandler zum Entscheider: Einkauf, Daten & Resilienz mit Fahir Veladzic

(0:00 - 0:20)
Ja, Fahir, freut mich, dass du hier in meinem Podcast NextCycle bist. Vielleicht gerade lass uns zum Start, bevor wir reingehen, stell dich kurz vor, sag ein paar Worte zu dir. Ja, schön auch hier zu sein.

Vielen Dank für die Einleitung. Mein Name ist Fahir Veladic, ich bin Gründer und CEO der Firma ChipsConnect. Ja, soviel kurz zu meiner Person.

(0:20 - 0:29)
Ich freu mich, danke dir für die Einleitung. Ja, lass uns gleich in die erste Frage reingehen. Du bist jetzt schon geraume Zeit im einkauftätigen Supply Chain Management.

(0:29 - 0:54)
Was hat sich so, wenn du über die 20 Jahre zurückblickst, verändert? Ja, vieles hat sich in den letzten 20 Jahren weiterentwickelt. Der Einkauf war vielfach in den Unternehmen als Preisverhandler, Preistreiber und Besteller aktiv. Mittlerweile hat sich die Rolle immer mehr zu einer aktiven Rolle hingewandelt, zum Risikomanager, Kooperationspartner.

(0:55 - 1:04)
Ja, da hat sich das Ganze hingewandelt. Ja, sehr spannend, diese Veränderung. Wenn wir jetzt nochmal so weiter reingehen, du bist jetzt schon seit 20 Jahren dabei.

(1:04 - 1:35)
Was reizt dich noch heute an dem Thema? Ja, der Einkauf, wie gesagt, der hat sich ja enorm weiterentwickelt, wenn man sich das ansieht. Der Einkauf verbindet in den meisten Unternehmen mittlerweile alle Aspekte vom Preisverhandeln, von Technologien, von Psychologie, Marktbedingungen, internationale Kooperation. Die Herausforderungen in der täglichen Arbeit sind enorm und dadurch auch der Erfolg am Ende des Tages, in dem man weiß, man trägt sehr, sehr viel zum Unternehmenserfolg auch bei.

(1:36 - 1:43)
Das reizt mich irgendwo am Einkauf, ja. Ja, kann ich mir vorstellen. Ja, schlussendlich gibt es da auch den Satz, den ich immer mitnehme, der Gewinn liegt im Einkauf.

(1:43 - 1:57)
Das habe ich ganz früh gelernt, als ich noch so mit Modellautos gehandelt habe. Ja, passt recht gut. Ja, wenn du so zurückblickst auf die 20 Jahre, gab es so einen großen Umbruch, wo du sagen würdest, das war markant, der dir jetzt einfällt? Auf jeden Fall.

(1:58 - 2:32)
Also typischerweise auch die Zeit während der Corona-Krise in der Periode zwischen 2021 und 2023, da hat sich wirklich dann dieses Thema auch gezeigt, wie wichtig es ist, dass der Einkauf sich als Kooperationspartner etabliert und nicht nur als Preistreiber. Da haben viele Unternehmer dann gemerkt, wie sehr man den Kunden und den Lieferanten eigentlich überhaupt versteht, auch hinsichtlich des Bullwipe-Effekts, der da entstanden ist und den enormen Auswirkungen, die wir heute noch spüren. Das kann ich mir gut vorstellen.

(2:32 - 3:11)
Würdest du vielleicht auch so beschreiben, dass da so ein bisschen ein Switch gegangen ist, weg vielleicht vom reinen Preisverhandler auch hin so zum Datenmanager? Welche Rolle spielt da vielleicht auch Daten im Einkauf? Auf jeden Fall eine enorme Rolle. Die Zeiten, wo der Markt relativ vorhersehbar war, wo man Entscheidungen anhand von Zyklen hat ableiten können, wir kennen das in der Elektronikbranche, dieser Schwendezyklus, ist nicht mehr aktuell, meiner Meinung nach. Das heißt, für den Entscheider ist es enorm wichtig, die Daten, die Zahlen, Datenfakten auch zu kennen und dann wirklich zahlenbasiert die Entscheidungen zu treffen.

(3:11 - 3:23)
Also Daten sind ein enorm wichtiges Thema. Lass mich da gleich nochmal eine Nachfrage stellen. Was ich aus meiner Praxis ganz häufig kenne, ist die Thematik, dass die Datenqualität bei vielen Unternehmen schlecht ist.

(3:23 - 3:36)
Die NPNs sind unvollständig, da sind vielleicht Platzhalter drin, es fehlen Teile. Was waren da so deine Erfahrungen in der Vergangenheit? Absolut richtig. Wenn man sich das anschaut, vieles geht ja auch wirklich an der Datenqualität verloren.

(3:38 - 3:57)
Die Unternehmen verschlafen dadurch auch zum Teil Entscheidungen, um da rechtzeitig einzugreifen, um adäquate Alternativen zu implementieren, um PCNs besser zu verwalten und so weiter. Also da ist enormes Aufholpotenzial noch immer im Markt vorhanden. Ja, lass uns so ein bisschen einen kleinen Perspektivwechsel machen.

(3:58 - 4:14)
Wie würdest du so Stichwort China, Asien zählen? Was hat sich da verändert im Zusammenhang mit Europa? Ja, auf jeden Fall. China ist ja der wichtigste Kooperationspartner für Europa. Ich bin kein Fan von diesem Asien- und China-Bashing.

(4:14 - 4:27)
Wie gesagt, der Markt ist da. In Europa müssen wir uns auf das fokussieren, was wir gut können. Und damit wir unsere Stärke noch einmal weiter ausspielen, wir werden weiterhin von Asien und von China abhängig sein.

(4:27 - 4:58)
Wichtig ist es, dass wir adäquate Alternativen in Europa auch finden, dass die Marie-José-Ring vorantreiben und uns auf unsere Kompetenzen auch weiterhin in Europa, gemäß auch mit China oder Asien, einlassen. Ja, ich denke, was da auch vielleicht ein ganz markanter Punkt ist, ist dieses Switch gewesen zu sagen, dass sich die ganzen Produktionskapazitäten immer mehr nach China oder Asien, Taiwan verlagert haben. Wie ist es dir so aufgefallen, wenn du so zurückblickst über die letzten Jahre? Ja klar, das ist enorm gewesen.

(4:59 - 5:19)
Welche Daten oder welche Wertschöpfungen nach Asien abgewandert sind, schlichtweg aufgrund von Kostenthemen. In der Corona-Krise hat man das sehr stark gemerkt oder jetzt auch in der neuerdings, in der letzten Krise, in der Experian-Krise hat man das gemerkt. Ja, ganz jung.

(5:19 - 5:31)
Ist noch nicht ausgestanden, sagen wir mal so. Aber da hat man gemerkt, wie verwundbar die Supply Chain für Elektronik, für andere Bauteile auch in Europa ist. Das fällt enorm auf.

(5:32 - 6:00)
Ne, da gebe ich dir absolut recht. Gibt es so geopolitische Faktoren, wo du sagen würdest, das hat große Auswirkungen auf den Einkauf? Fällt dir da was an? Ja klar, wenn man anschaut, das Thema USA mit den Export-Import-Beschränkungen, Strafzöllen und so weiter, das sind enorme Einflussfaktoren, die auf die Supply Chain für elektronische Bauteile oder allgemein die Supply Chain einwirken. Das sind so Themen, die extrem auf die Supply Chain einwirken.

(6:00 - 6:18)
Man sieht das wieder typisch, also wiederum das Thema Nexperia. Jede Entscheidung bringt die Supply Chain wieder ins Wanken. Klar, ich habe es dann auch so mitbekommen, viele EMSler, aber auch OEMs haben dann panisch versucht, Nexperia-Bauteile aus ihren Designs zu bekommen oder schnell eine Alternative auszutreiben.

(6:18 - 6:31)
Da ist ein bisschen Panik entstanden. Ja klar. Was mir auch so auffällt, vielleicht geht es dir ähnlich, ich bekomme mit, dass viele OEMs, aber auch EMS, sehr hohe Lagerbestände aufgebaut haben.

(6:31 - 6:50)
Hast du da so einen Punkt, wo du sagen würdest, das ist so die Hauptursache? Ja klar, da kommen wir wieder in das Thema Allokation. Die Allokationsphase während der Corona-Krise ist ein idealtypisches Beispiel in der Praxis. Da kann man wirklich sehr viele Einflussfaktoren auf das Thema Bullwhip-Effekt live studieren.

(6:51 - 7:01)
Viele sind in Panik geraten, haben dann versucht, gewisse Themen auszugleichen. Es wurden Überbestellungen platziert. Auf der anderen Seite wurden diese Aufträge dann wieder storniert.

(7:02 - 7:21)
Das hat dazu geführt, dass sehr viele Unternehmen auch enorme Lagerbestände noch immer aufrechterhalten, die sie derzeit oder überhaupt gar nicht wieder verwenden werden können. Also enormes Einflusspotenzial. Klar, und dann, wenn man so einen hohen Lagerbestand hat, viel gebundenes Kapital, dann hält man sich jetzt auch vielleicht mit Nachbestellungen ein bisschen zurück.

(7:22 - 7:48)
Was ich dann natürlich auch kenne, man sagt, ich habe noch zwei Rollen auf Lager, und dann kommt plötzlich eine Abkündigungsecke, weil viele haben halt nicht dieses Monitoring im Obsolescence-Management und erfahren dann nur, wenn sie jetzt beim Distributor innerhalb der letzten zwei Jahre bestellt haben, dass da was ist, aber wenn ich dann ein paar Rollen bei mir liegen habe, dann frage ich nicht mehr nach, und dann will ich wieder bestellen, und dann erfahre ich Shit. Absolut richtig, ja, absolut richtig. Das wirkt sich auch auf die Supply Chain aus.

(7:48 - 8:02)
Man hat den Fokus eher weg von der Supply Chain verlagert in Richtung Vertrieb. Das trifft, so wie du das gerade beschrieben hast, trifft das auf jeden Fall auch bei vielen Unternehmen zu, ja. Ich fand es auch sehr spannend, wie du es gerade beschrieben hast, mit so dieser Paniksituation.

(8:02 - 8:32)
Mir ist da auch immer dieser Begriff FOMO, Fear of Missing Out, ganz geläufig, weil es dann immer darum geht, man will in der Panik noch was sichern, und deswegen sind auch die Überbestände entstanden, weil man hat Panik versucht, so viel zu bestellen wie möglich. Man hat natürlich teilweise den Distributoren auch gesagt, du, es ist eine Order, die kannst du nicht canceln, es läuft dir halt alles zu, und man sieht auch, manche EMSler waren einfach da vom Kapital nicht so gut aufgestellt und sind schlussendlich auch an diesen zu hohen Bestellungen dann zugrunde gegangen, weil sie es sich nicht mehr leisten konnten. Absolut richtig, ja.

(8:33 - 8:55)
Wenn man sich anschaut, es gibt ja da Schätzungen auch wieder, in den vielen Gesprächen auch während der Produktronika, wo man darauf gekommen ist, ja, es gibt eine gewisse magische Umsatzzahl in Europa, wo über 1.000 EMS-Unternehmen unter einer 5-Millionen-Euro-Umsatzgrenze liegen. Unglaublich. Die kämpfen enorm.

(8:55 - 9:09)
So viele kleine. So viele kleine Unternehmen. Da wird es in den nächsten Jahren nochmal enorme Bereinigungen, Acquisitionen und Zusammenlegungen von Unternehmen oder überhaupt Stilllegungen von Unternehmen, da wird es auf jeden Fall eine Schockwelle noch geben, ja.

(9:10 - 9:26)
Kann ich nur so unterstreichen. Die nächste Frage schließt sich noch ein bisschen an. Was kann Europa da machen, um wieder wettbewerbsfähiger gegenüber den USA, aber auch gegen den asiatischen Konkurrenten zu werden? Hast du da so ein paar Rezepte? Fokus auf die Sachen, die wir können.

(9:26 - 9:39)
Fokus auf die eigenen Stärken. Nicht nur das, was wir nicht können, auf das brauchen wir uns nicht mehr zu fokussieren, sondern wir haben Ingenieurskunst in Europa. Wir haben die Bedarfe, wir haben die Produktionskapazitäten.

(9:40 - 10:00)
Wir müssen wieder das Thema Europa und diesen Stolz also wieder in Forderung stellen und sagen, wir können das und dann werden wir es auch schaffen. Niklas, das passt gerade so gut. Wir waren auch hier heute bei der Produktronika in München und haben auch eine Initiative unterstützt, die genau das in den Fokus nimmt.

(10:00 - 10:11)
Nämlich, das ist die Initiative Proudly Engineered in Europe. Vielleicht, Fahir, wirst du das ein bisschen kurz erklären. Was ist so dieser Sinn und Zweck von dieser Initiative und was soll damit bezweckt werden? Ja, vielen Dank.

(10:11 - 10:40)
Ja, klar, Proudly Engineered in Europe ist eine Initiative. Da sind wir sehr stolz auch als Chips Connect, als Gründungsmitglied auch dabei zu sein. Da geht es wirklich darum zu sagen, grenzüberschreitende Kooperation innerhalb von Europa als Fokus auf Engineering, Fokus auf Produktion, die Barrieren in der Kommunikation, in der Zusammenarbeit abbauen und gemeinsam wieder durch Kooperationen, durch Kollaborationen die Wertschöpfung in Europa auch zu stärken.

(10:41 - 10:53)
Danke dir an der Stelle für die kurze Vorstellung. Ich bin gespannt, was da auch weiterkommt in dem Bereich und ich bin auch Teil von der Initiative und treibe die mit nach vorne. Lass uns einen kleinen Schritt jetzt wieder zurück machen.

(10:53 - 11:17)
Gibt es vielleicht solche Daten und Tools heute, die im Einkauf helfen, dass man so Entscheidungen treffen kann? Ja, klar. Da gibt es einige digitale Softwarelösungen, die da in die Richtung sehr gut unterstützen. Da bist du eher der Experte, auch was das Thema Luminovo, BaseSoft und andere C2Data, Silicon Experts.

(11:17 - 11:41)
Das sind alles Daten- und Softwareunterstützungen, Daten- und Tools, die in dieser Richtung die Unternehmen unterstützen können für die richtige Entscheidungsfindung. Das Thema aber Kooperationen oder Kollaborationen ist dann das große Thema, wo wir dann als ChipsConnect die Plattform den Unternehmen bieten. Lass uns an der Stelle gleich weitergehen.

(11:41 - 12:33)
Gibt es vielleicht so einen Punkt, wo du sagen würdest, das fehlt den meisten Unternehmen, um ihre Lieferkette wirklich zu verstehen? Ist es vielleicht die Datenqualität oder fällt dir da was ein? Ja, wie wir gesagt haben, der Einkauf hat sich ja von diesem reinen Preisdrücker hin zum Kooperationsmanager und Lieferantenmanager entwickelt. Da fehlt den Unternehmen einfach die richtige Datenbasis, um datenbasierte Entscheidungen auch in diese Richtung zu treffen und auch den Willen zu zeigen, dass man sagt, weg von diesem Silo-Denken in Richtung Kooperationen, auch mit den Marktbegleitern in Kooperationen einzugehen, um dieses Wissen auch gegenseitig sich zur Verfügung zu stellen, um da besser durch gewisse Zeiten zu kommen. Nee, da gebe ich dir auch vollkommen recht.

(12:33 - 13:15)
Ich sehe die Kooperation nicht nur in Richtung nach außen, dass man vielleicht auch da mit seinen Lieferanten gut arbeitet und auch intern, dass man da auch verstärkt, nicht nur der Vertrieb, sondern auch die Produktion, die mit einbezieht, dass man auch einfach zu valideren Zahlen kommt oder vielleicht ein bisschen Puffer einbauen kann, weil man dann sagt, okay, der Einkauf kriegt vom Vertrieb bessere Zahlen, weiß schon, okay, es wird nächstes Jahr steigen, vielleicht kann ich in der nächsten Jahresmenge schon kleinen Puffer einbauen oder schon zur nächsten Preisebene hochdrücken, weil man einfach ein bisschen kollaborativer unterwegs ist. Absolut. Das sind schon genau diese Themen, die du angesprochen hast, diese innerbetriebliche Kommunikation, Zahlen, Daten, Fakten, ist immer das große Thema.

(13:15 - 14:02)
Welche Daten habe ich zur Verfügung und was mache ich daraus? Also ob jetzt die Stücklistengenauigkeit oder die Zahlen, den Forecastzahlen, was mache ich damit? Also der Einkauf muss da oder das Supply-Chain-Argument muss da deutlich besser agieren, nicht nur reagieren, sondern agieren, um auf zukünftige Ereignisse besser einfach reagieren zu können. Ja, wenn du jetzt so vergleichst, die 20 Jahre Einkauf, gibt es so Eigenschaften, Fähigkeiten, die heute als Kunde besonders helfen? Ja, diese Hartnäckigkeit. Also im Einkauf ist immer das große Thema, auch speziell im strategischen Einkauf oder in der Supply-Chain, lernt man mehrere Sachen oder auch komplexe Themen, an denen dran zu bleiben und auch diese umzusetzen.

(14:02 - 14:39)
Und das ist so ein Thema, wo ich sage, aufgrund der Erfahrung verfehlt man da nicht so stark in einem gewissen Stresszustand, sondern weiß, okay, lösungsorientiert arbeiten, an das Thema wirklich konstruktiv und strategisch heranzutreten und auch wirklich dran zu bleiben. Ich sage, ich bleibe dran, weil das ist Schritt Nummer 1, 2, 3, 5 und das ist die Zielsetzung, die ich erreichen möchte und dieses Selbstbewusstsein auch zu haben, zu sagen, ja, ich erreiche das auch. Das sind so Themen, die im Einkauf auch sehr gut zu erreichen sind.

(14:39 - 14:58)
Das finde ich sinnvoll dazu zu haben, fast einerseits das Strukturierte, dann auch dieses Selbstbewusstsein auftreten und da auch dann wirklich mal seine Position vertreten zu können und diese Hartnäckigkeit vor allem. Richtig. Absolut richtig.

Also wirklich dranbleiben. Das ist wirklich so. Ja, das ist für so ein Unternehmer schon genauso wichtig.

(14:59 - 15:13)
Ja, absolut. Ja, was würdest du heute jemandem mitgeben, der jetzt als jemand jung ist, zum Beispiel sagt, er will jetzt eine Einkaufkarriere machen, sich da entwickeln, vielleicht auch mehrere Stationen durchlaufen. Was würdest du ihm mitgeben? Offen zu sein, interessiert zu sein.

(15:14 - 15:35)
Ich finde es immer schade, wenn man sich als Jugendlicher limitiert. Das Interesse an Technik, an der kaufmännischen Tätigkeit, Recht und all diese Themen sagen, der Einkauf ist sehr facettenreich. Einfach dieses Interesse zu zeigen und dann zu sagen, in welche Richtung kann ich mich dann entwickeln.

(15:35 - 16:08)
Welche Industrie, welche Tätigkeit, was möchte ich im Endeffekt werden und dieses Ziel sich auch wirklich bewusst zu setzen und zu sagen, das sind meine Stärken, die kann ich ausbauen, das sind meine Schwächen, die muss ich dann entsprechend auch für diese Tätigkeit auch vielleicht verbessern und dann wirklich mit sich selber einen gewissen Stufenplan sich zu stellen und dran zu bleiben. Das ist die Grundvoraussetzung. Aber in jedem nicht nur Einkauf, sondern auch andere Themen.

(16:08 - 16:23)
Vielleicht auch eine Rückfrage. Was sollte man wissen oder wie sollte man sich da entwickeln als jemand jüngeres, der jetzt vielleicht einen operativen Einkauf reinschaut, einen strategischen Einkauf. Was sind da so Unterschiede? Was sollte man zu den Themen wissen? Ja klar, eben ein operativer Einkauf.

(16:24 - 16:39)
Da gibt es unterschiedliche Facetten. Operativer Einkauf, technischer Einkauf, strategischer Einkauf und dann in Richtung Supply Chain enorme Unterschiede, auch je nach Industrie und so weiter. Als operativer Einkäufer, klar, ist die 3 R's und dann gibt es 7 R's, strategischer Einkauf und so weiter.

(16:40 - 16:54)
Alles in Ordnung, aber operativ, klar, geht es richtige Menge, richtige Qualität zum richtigen Zeitpunkt. Einfach dieses wichtige Thema. Kommt das, was ich bestellt habe? Ist es das, was wir überhaupt verbauen dürfen? Genau, genau.

(16:54 - 17:08)
Aber strategischer Einkauf, da muss man wirklich über den Teller anblicken. Auch Sachen antizipieren, sich mit Technologien auseinandersetzen. Digitalisierung ist das große Thema.

(17:08 - 17:39)
Wie kriege ich meine Informationen so gebündelt und analysiert, damit ich dann annehmen kann, was vielleicht in einem halben Jahr, in einem Jahr wichtig sein wird. Also da ist sehr stark das Thema Agieren, kommt wieder in den Vordergrund, um da einfach langfristige Themen auch abzubilden, Technologien, gewisse Ausblicke auch. Also Technologie, sehr interessiert zu sein und über den eigenen Tellerrand und einfach innovativ begierig zu sein.

(17:39 - 17:46)
Das ist das große Thema. Ja, ich danke dir, dass du da warst. Ich schaue so in Richtung der Zuhörer, Zuschauer.

(17:46 - 17:59)
Bleib weiter dran. Es kommen auch in den nächsten Wochen, Monaten viele spannende Folgen. Ich habe mich sehr inspiriert, bei dir heute reinzuschauen, wie dein Herz für Unternehmertum, aber auch Einkauf brennt und war toll, dass du da warst.

(17:59 - 18:03)
Vielen Dank für die Möglichkeit und vielen Dank für das interessante Gespräch. Ich danke dir. Dankeschön.

NextCycle #004 – Vom Verhandler zum Entscheider: Einkauf, Daten & Resilienz mit Fahir Veladzic
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